CBD soll Verboten werden

Gefahr für CBD in Lebens- und Nahrungsergänzungsmitteln

Nur noch zum Kopfschütteln ist das aktuelle Thema rund um CBD in Deutschland.

Während die Weltgesundheitsorganisation WHO darüber nachdenkt, CBD ganz von dem Markt zu streichen, werden in Deutschland seit Monaten CBD Blütenhändler strafverfolgt und ihre Ware beschlagnahmt.

Ende März hat das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit BVL eine öffentliche Stellungnahme zu Cannabidiol in Lebensmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln veröffentlicht.

Im April fand eine Sitzung der Arbeitsgruppe Novel Food der Europäischen Kommission und der Europäischen Lebensmittelaufsichtbehörde EFSA statt.

Zu den Inhalten ist bis her noch nichts bekannt.

Da die Novel Food Verordnung sich auf neuartige Lebensmittel ab 1997 bezieht, wird nun versucht, Beweise für die Verbreitung von Cannabinoiden in Lebensmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln vor dem Stichtag der Veröffentlichung der Verordnung zu finden.

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Lebensmittel und Getränke mit CBD-Öl zubereiten

Da man mit den Wirkstoffen der Cannabispflanze eine ganze Reihe gesundheitlicher Beschwerden positiv beeinflussen kann, ist es kein Wunder, dass viele Menschen sich die Wirkung der Pflanze zu Nutze machen wollen. Das nicht psychoaktive Cannabinoid, oder kurz CBD, erlebt dafür einen regelrechten Hype.

Zahlreiche heilende und Symptom-lindernde Eigenschaften von CBD sind mittlerweile wissenschaftlich nachgewiesen oder durch viele Erfahrungsberichte von Patienten dokumentiert. Auf dem Markt gibt es bereits ein breites Spektrum an Produkten mit CBD, die zu unterschiedlichen Anwendungen zur Verfügung stehen. Die meisten Menschen haben sich auf die Einnahme von CBD-Öl eingeschworen. Dafür gibt es mehrere mögliche Einnahmeformen, das Träufeln des Öls ist die am weitesten verbreitete. Eigentlich kann man CBD-Öle aber kreativer verwenden und in die Zubereitung von Getränken und Nahrungsmitteln einbeziehen.

Was man beim Kochen mit CBD-Öl beachten sollte

  1. In alle Speisen, die mit einer Zutat auf Ölbasis zubereitet werden, kann auch CBD-Öl gegeben werden. Das können Speiseöle, Butter, Ghee oder andere Fette sein. Wichtig ist, dass sich das CBD-Öl damit verbinden kann.
  2. CBD-Öle schmecken oft leicht bitter. Es empfiehlt sich, es nur für Speisen zu verwenden, die einen kräftigen eigenen Geschmack haben, zum Beispiel würzig oder süß.
  3. Beim kochen mit CBD muss die Temperatur im Auge behalten werden. Erhitzt man ein CBD-Öl auf mehr als 160 Grad verdunstet das CBD und das Öl verliert seine Wirkung.
  4. Da qualitativ hochwertige CBD-Produkte ihren Preis haben, geht man beim Kochen mit CBD-Öl anders mit den Mengen um als beim Kochen ohne CBD. Ein Gulasch für sechs Personen etwa bietet sich nicht gerade dafür an, CBD hineinzugeben. Man sollte die Dosierung auf die Portionen abstimmen und nur so viel zubereiten, wie man verzehren kann. Im Zweifelsfall setzt man die Dosis eher zu niedrig an.

CBD-Öl in Getränke mischen

Neben den vielen Speisen kann CBD-Öl natürlich auch mit verschiedensten Getränken gemischt werden. Dies hat unter anderem den Vorteil, dass das CBD-Öl besser dosiert werden kann als das beim Kochen der Fall ist. Außerdem ist die Zubereitung eines Getränks oft kürzer als die der meisten Speisen. Auch bei Getränken sollte der bittere Eigengeschmack des Cannabis-Öls berücksichtigt werden. Süße Säfte eignen sich beispielsweise sehr gut. Will man das Öl in einen Tee geben, sollte es einer mit kräftigem Aroma sein, so dass er das Bittere vom Öl ein Stück weit neutralisiert. Zusätzlich gibt es auch wasserlösliches CBD, welches man z.B: in die tägliche Wasserflasche für unterwegs geben kann. Der Geschmack dieser Extrakte ist nicht so penetrant und man kann auf diese Weise seine tägliche Dosis gemütlich und gut verteilt über den Tag einnehmen.

Warum CBD mit Lebensmitteln zu sich nehmen?

Ein Grund dafür, warum es Sinn macht, CBD-Öl besser in Verbindung mit Nahrung zu konsumieren, ist die Verträglichkeit des Öls in der Verdauung. CBD ist zwar unbedenklich und hat kaum Nebenwirkungen, trotzdem kann es bei leerem Magen passieren, dass man leichte Beschwerden wie Übelkeit oder Schwindel verspürt. Ein anderer Grund für den Konsum von CBD in Lebensmitteln ist die Bio-Verfügbarkeit von Cannabidiol. Nimmt man den Wirkstoff mit Nahrung zu sich, kann er vom Körper besser und schneller verwertet werden als wenn man ihn pur verwendet. Und nicht nur das. Tatsächlich wirkt es auch über einen längeren Zeitraum, wenn man das CBD in Verbindung mit Lebensmitteln einnimmt.

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Gibt es Wechselwirkungen zwischen CBD und Medikamenten ?

Ohne diesen Beitrag frühzeitig beenden zu wollen, kann man diese Frage schlicht mit Ja beantworten. Es gibt Medikamente interagieren kann. Das kann positive oder negative Auswirkungen haben. CBD ist generell gut verträglich und man kann es ziemlich bedenkenlos verwenden. Dies bestätigte unlängst auch die Weltgesundheitsorganisation WHO. Dennoch können auch nach der Einnahme von CBD unerwünschte Wirkungen eintreten, vor allem wenn man es sehr hoch dosiert.

Der Stoffwechsel entscheidet über Wirkung und Nebenwirkung

Wie der menschliche Körper Cannabidiol verarbeitet, ist individuell verschieden. Der jeweilige Stoffwechsel des Nutzers ist hier entscheidend. Dies gilt im übrigen für alle Medikamente und Wirkstoffe, die wir zu uns nehmen, auch Kaffee und Zucker. Ein mangelhafter Metabolismus verstoffwechselt Wirksubstanzen langsamer, so dass sie länger im Körper bleiben. Dies erhöht das Risiko für das Auftreten von Nebenwirkungen oder Komplikationen.

Besonders bei Blutverdünnern muss man mit CBD vorsichtig sein

Dass die Wirkstoffe von Cannabis, die Cannabinoide, mit anderen Substanzen interagieren können, ist eine bekannte Tatsache. Dies betrifft zum Beispiel Lebensmittel wie Kaffee oder Mangos. Manche Stoffe können ein regelrechter Verstärker für die Wirkung sein. Bei CBD hat man herausgefunden, dass es die Wirkung von blutverdünnenden Medikamenten wie Warfarin verstärkt. Dies kann eine richtige Dosierung in Verbindung mit CBD erschweren und mitunter gefährlich sein. Will man Warfarin und CBD verwenden, sollte man vorsichtig vorgehen, und die Dosierung unter ärztlicher Aufsicht schrittweise anpassen.

Positive Interaktionen zwischen CBD und anderen Medikamenten

Nicht jede Interaktion zwischen Arzneiwirkstoffen ist negativ. So konnten zum Beispiel durch die Einnahme von Cannabidiol Patienten die Wirkung ihrer Opioid-haltigen Medikamente verstärken und deren Dosis dadurch reduzieren. Eines der besten Beispiele für Interaktion von CBD mit einem anderen Wirkstoff ist schon in der medizinischen Verwendung von Cannabis selbst zu finden. CBD reduziert die psychoaktiven Eigenschaften von THC. THC besitzt ebenfalls ein enormes, therapeutisches Potenzial. Manche Patienten empfinden die Wirkung jedoch nicht als durchgehend angenehm. Dieser Rauscheffekt, der in der medizinischen Verwendung als Nebenwirkung gilt, wird durch einen erhöhten CBD-Gehalt in manchen Cannabissorten abgeschwächt. Es heißt ein Wirkstoffverhältnis zwischen THC und CBD von 1:1 bietet die beste Wirkung bei minimalen Nebeneffekten.

Wie finde ich heraus, ob mein Medikament Wechselwirkungen mit CBD hat

Da viele Patienten ihren Hausarzt vielleicht nicht bezüglich CBD konsultieren können, sei es aus Unwissenheit oder mangelnder Akzeptanz gegenüber Cannabis allgemein, ist es für sie nicht einfach, sich über Interaktionen mit anderen Wirkstoffen zu erkundigen. Aber es gibt einen Trick. Es hat sich herausgestellt, dass der Körper mit CBD auf ähnliche Art und Weise umgeht, wie mit Grapefruit. So seltsam es sich also anhört, wenn ein Arzt betont, dass das Medikament, das er verschreibt, nicht in Verbindung mit Grapefruit eingenommen werden soll, dann sollte man es auch nicht mit CBD kombinieren. Im Zweifelsfall kann man also seinen Arzt fragen, ob Wechselwirkungen mit Grapefruit bestehen.

Vor der Selbstbehandlung mit CBD vom Arzt beraten lassen

Allgemein ist es ratsam, seinen Arzt darüber zu informieren, wenn man vorhat, Cannabidiol einzusetzen. Vor allem, wenn man andere Medikamente einnehmen muss. Gerade bei chronischen Krankheiten, bei welchen neben der herkömmlichen Behandlung auch CBD eingesetzt werden soll, kann man so unter ärztlicher Kontrolle von Blutwerten und anderen Faktoren die Dosierung anpassen. Das ist wesentlich unbedenklicher und obendrein besser dazu geeignet die richtige Dosis von Medikament und Cannabidiol zu ermitteln als planlose Selbstmedikation.

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Geschmack mit Profil – Terpene

Noch vor einigen Jahren wussten nur Hanffreunde mit sehr großem Hang zum Theoretischen was ein Terpen ist. Heute ist es in Verbindung mit Cannabis in aller Munde, gut, das war es früher auch, nur wusste eben kaum jemand Bescheid. Mit der globalen Cannabis Renaissance, vor allem in medizinischer Hinsicht, schwappte das Wort in Forschungsergebnissen über Wirkstoff-Zusammenhänge spezifischer Cannabis-Sorten auf bestimmte Krankheiten oder Symptome mit in das gängige Vokabular der interessierten Hanfgemeinde von heute.

Was sind Terpene?

Wenn im Folgenden der Begriff Terpene gebraucht wird, dann werden damit auch Terpenoide mit eingeschlossen. Terpene leiten sich von Isopren ab. Isopren ist eine einfache Kohlenwasserstoffverbindung (C5H8), Terpene wiederum sind Verbindungen dieser Kohlenwasserstoffe. Terpenoide beinhalten zusätzlich zu den Kohlenwasserstoffmolekülen noch mehr funktionale Gruppen aus anderen chemischen Elementen.
Terpene und Terpenoide sind nicht erst durch Cannabisforschung bekannt geworden. Sie geben der Natur die vielen Aromen, Gerüche und Geschmäcker. Und so wurden sie schon seit Jahrhunderten isoliert und industriell verwendet, zum Beispiel für die Herstellung von Parfum und Kosmetik. Mittlerweile hat man festgestellt, dass viele Terpene auch aus medizinischen Aspekten interessant sind, da sie zum einen Einzelwirkungen haben, und zum anderen sowohl mit anderen Terpenen und Terpenoiden, als auch zum Beispiel mit Cannabinoiden in Wechselwirkungen interagieren. Die Wechselwirkungen von Cannabinoiden untereinander und in Kombination mit Terpenen sind sehr komplex, und werden der Wissenschaft noch viel Stoff zur Forschung liefern. Diese vielfältigen Effekte begründen auch die unterschiedlichen Wirkungsweisen verschiedener Cannabis-Sorten.

Isolierte Terpene

Von Kosmetik bis zur Lebensmitteltechnik, überall wird mit den Terpenen, also den Aromen aus der Natur, gearbeitet. Cannabis soll über 120 verschiedene Terpene beinhalten, man geht davon aus, dass es insgesamt weit über 30.000 verschiedene Terpene und Terpenoide gibt. Einige der bereits bekannten Terpene, die Hanfpflanzen enthalten können, sind bereits bezüglich ihres Aromas und auch ihrer pharmakologischen Wirkung erforscht. Und sie kommen noch in vielen anderen Pflanzen vor, bei manchen kann man dies am Geruch nachvollziehen.

Limonen

Wie der Name unschwer erkennen lässt, ist Limonen für den bei Cannabis beliebten Zitrus-Duft zuständig, und nicht nur bei Cannabis. Auch Zitrusfrüchte, Pfefferminze und Wachholder enthalten das Terpen. Medizinisch relevant macht es seine Blutdruck senkende, antibakterielle und antidepressive Wirkung, aber auch gegen Pilze oder Sodbrennen soll es gut sein.
Es wird gerne in der Lebensmittelproduktion oder zur Herstellung von Parfum verwendet, als Fettlöser eingesetzt, aber auch bei Cannabisextrakten dient es als Geschmacksverstärker.

Myrcen

Das in Cannabis in höchster Konzentration enthaltene Terpen heißt Myrcen. Es kommt außerdem in Zitronengras, Thymian, Hopfen und Eisenkraut vor. Das Aroma ist Hopfen-artig, harzig und krautig, wenn es sehr konzentriert ist, kann es stechend sein. Wie Limonen hat es eine antidepressive Wirkung, ist darüber hinaus antiseptisch, und kann in Krebstherapien helfen. In Cannabis begünstigt Myrcen die Wirkung von THC, indem es die Durchlässigkeit der Zellmembranen erhöht, so dass mehr THC ins Blut gelangen kann. Motorische Entspannung und sedative Effekte wurden bei Tests an Mäusen festgestellt, sowohl bei Myrcen als auch bei Limonen. Industriell wird Myrcen seines Geruchs wegen hauptsächlich für die Herstellung von Kosmetikprodukten eingesetzt.

Pinen

Ein weiteres Terpen, das in Cannabis sehr häufig zu finden ist, ist Pinen, genauer gesagt kommt es in zwei unterschiedlichen Strukturen (Isomere) vor. Alpha Pinen und Beta Pinen können durch trockene Destillation aus Koniferen-Holz gewonnen werden (Terpentin). Andere Pflanzen, die Pinen enthalten, sind Kiefer, Fichte, Salbei, Beifuß, und Eukalyptus und viele mehr. Kein Terpen kommt in der Natur häufiger vor und das Aroma erklärt sich durch den Namen und die Vertreter der Nadelbäume, die es auch beinhalten, von selbst. Pinen wirkt antibiotisch, antibakteriell und entzündungshemmend. Es kann als Bronchospasmolytikum eingesetzt werden. In Produkten wie Öle, Wachsen und Farben wird Pinen verarbeitet.

Linalol

Auch Linalol kann man neben Cannabis in hunderten anderer Pflanzen finden, Minze, Zimt, Birke, aber auch in Zitrusfrüchten. Auch von diesem Terpenoid gibt es Isomere, S-Linalol und R-Linalol. S-Linalol hat einen blumigen und süßen Duft, während R-Linalol ein holziges Aroma hat. Linalol kommt auch in Lavendel vor, was bereits sehr lange für seine beruhigende und Angst lösende Wirkung geschätzt wird. In der Industrie werden zigtausend Tonnen Linalol verbraucht, meist als Geruchs- oder Geschmacksstoff.

Beta-Caryophyllen

Ihm verdanken Gewürznelken, Rosmarin und Hopfen ein Teil ihres Aromas. BCP, wie Beta-Caryophyllen ab gekürzt genannt wird, ist ein besonders interessantes Terpen, weil es ein sehr aktiver Wirkstoff in Cannabis ist. Es kann sich an den Cannbinoid-Rezeptor CB2 binden, und beschleunigt dort entzündungshemmende Effekte. Leider ist es auch die Substanz in Marihuana, die durch Drogenhunde aufgespürt werden kann.

In diesem sehr kleinen Auszug aus den Wirkungen von Terpenen und Terpenoiden wird deutlich, dass mit so vielen einzelnen Effekten, zuzüglich ihrer Wechselwirkungen untereinander, die weitere Forschung in Sachen Cannabis-Medizin, aber auch von Terpenen allgemein, noch viele Möglichkeiten zu Tage fördern wird. Aber auch die Industrie hat Terpene lange schon für sich entdeckt und wird mit wachsender Verfügbarkeit von Cannabis weltweit von der Vielfalt der Aromen profitieren, die die Pflanze zu bieten hat.

Terpene in Hanf Extrakten und CBD-Öl

Alle erwähnten Terpene sind auch sehr beliebt um CBD Öle damit anzureichern. Zwar stammt das CBD auch aus der Hanfpflanze, insofern bringt die Extraktion je nach Verfahren bereits einen gewissen Terpen-Gehalt mit sich, dieser ist in der Regel aber sehr gering. Durch das Zusetzen von Terpenen wird nicht nur das Aroma eines CBD Öls, sondern auch seine Wirksamkeit verbessert. Den Grund dafür nennt man den Entourage-Effekt. Dieser besagt, dass eine Pflanzenarznei im ganzen verabreicht wirksamer ist als die isolierten Wirkstoffe einzeln, was soviel bedeutet, dass die Terpene die Wirkung des CBD´s günstig beeinflussen und umgekehrt. Die Cannabinoide und Terpene sind in Wechselwirkungen verbunden. Einige der pharmakologischen Effekte der Terpene und Terpenoide werden dementsprechend auch durch das CBD unterstützt und verstärkt. So kommt es, dass ein Vollextrakt auch dann wirksamer sein kann als ein reines CBD Öl, welches kaum Terpene beinhaltet.

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Ist Cannabidiol wirklich Novel Food ?

Nachdem das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittel sich (BVL) am 20. März den Verkauf von Cannabidiol in Lebensmitteln für nicht zulässig erklärt hat, haben sich Interessenvertreter der Nahrungsmittelherstellung in Europa nun dazu geäußert. Die European Industrial Hemp Association (EIHA) hat die Erklärung des BVL am 11. April mit einer 10-Seitigen Erklärung ihrerseits beantwortet. In diesem wird die Haltung des BVL gegenüber CBD als seltsam und unverständlich beschrieben.

Cannabidiol in Lebensmitteln soll unzulässig sein

Die EIHA kritisiert dabei scharf, dass der Anbau des Nutzhanf und die Herstellung der CBD-Produkte legal sind, diese aber dann doch öffentlich als illegal eingeordnet und diskriminiert werden, wenn sie in den Regalen stehen und der Endkunde sie kaufen will. Dies fördere unter anderem auch eine Verwechslung der Zielgruppen, Gesundheits-Nutzer und Cannabiskonsumenten. Daher fordert die EIHA die Verbraucherschutzbehörde dazu auf, ihre Erklärung diesbezüglich zu überarbeiten. In der Erklärung des BVL heißt es, man wisse nicht, in welchem Fall CBD in Lebensmitteln oder Nahrungsergänzungsmitteln vermarktbar wäre. Man sei der Ansicht, dass CBD-haltige Produkte grundsätzlich entweder eine Zulassung als Lebensmittel oder als neuartiges Lebensmittel, also Novel Food, benötigen, bevor man sie vermarkten dürfe.

Der Handel mit Nutzhanfprodukten muss frei von Beschränkungen sein

Das Ziel der Organisation EIHA ist es, den Handel mit Cannabidiol in der Europäischen Union von den Restriktionen zu befreien. Dies betrifft nun insbesondere den Status von CBD als Novel Food. Dieser Begriff wurde in der EU 1997 eingeführt mit der gleichnamigen Verordnung. Diese besagt, dass Nahrungsmittel, die ab 1997 neu in den Markt eingeführt werden, als neuartiges Lebensmittel gelten und bestimmte Zulassungsverfahren durchlaufen müssen. Wenn also Lebensmittel vor 1997 in den Mitgliedstaaten der EU nicht von einer größeren Menschengruppe verzehrt worden sind, sind sie laut Verordnung Novel Food. Das eigentliche Ziel dieser Verordnung sollte sein, genetisch manipulierte oder synthetisch hergestellte Lebensmittel zu prüfen, bevor sie in der EU gehandelt werden dürfen.

Hanf wird in Europa schon lange verwendet

Hanf aber ist dem europäischen Verbraucher nicht neu, auch nicht im Bereich der Nahrung, daher sollte es dafür keiner speziellen Zulassungen bedürfen. Die EIHA hat sich um wissenschaftliche Belege bemüht, die beweisen, dass in Europa seit langem Hanfpflanzen als Quelle für Nahrung verwendet werden. Die Interessengemeinschaft warnt davor, dass die Restriktionen des BVL gegen Nutzhanfprodukte, speziell Hanfextrakte, die neu gewachsene Wirtschaft empfindlich stören. Die Novel Food Verordnung soll genmanipulierte oder synthetische Lebensmittel kontrollieren, nicht Naturprodukte behindern, die seit langem verwendet werden.

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Die Haut schützen mit CBD-Öl

Von den vielen Wirkstoffen, die die Cannabispflanze besitzt, macht Cannabidiol, besser bekannt mit der Abkürzung CBD, wahrscheinlich aktuell die meisten Schlagzeilen. Das nicht psychoaktive Cannabinoid kann nicht High machen. Dafür kann es aber einige andere Dinge, und die sind äußerst wertvoll für die Gesundheit.

Die Forschung an dem Cannabinoid hat noch kein Stadium erreicht, in dem gezielte medizinische Anwendungen auf ärztliche Anordnung zur Regel geworden sind. Dafür aber haben viele Menschen CBD bereits im privaten Rahmen erprobt und in ihre Alltagsroutine integriert. Sie nutzen es gegen kleine Beschwerden oder auch um ärztliche Behandlungen bei schwereren Leiden zu ergänzen. Aber vielfach wird es auch zur Erhaltung der Gesundheit und für das körperliche und seelische Wohlgefühl eingesetzt.

CBD kann überall im Körper wirken

Die meisten Menschen nehmen Cannabidiol in Form von Tropfen, genau gesagt als CBD-Öl, ein. Die entzündungshemmende Wirkung ist eine der wichtigsten, die das Cannabinoid anzubieten hat. Allein sie kann schon zahlreiche Symptome lindern und Krankheitsverläufe überall im Körper ausbremsen. Auch die beruhigende, ausgleichende Wirkung von CBD auf die Psyche macht sich bei vielen Störungen positiv bemerkbar. Alles in Allem reicht das Wirkungspotenzial von Cannabidiol von kleinen unangenehmen Symptomen bis hin zur Behandlung von schweren Erkrankungen wie Multiple Sklerose oder Epilepsie. Und auch in der äußerlichen Anwendung kommen die Effekte von CBD zum tragen, daher wird der Wirkstoff mittlerweile auch gern in Hautpflegeprodukten verwendet.

Cannabidiol als Wirkstoff für die Haut

Für die Anwendung auf der Haut gibt es CBD in Cremes, Salben oder Lotionen. Vielen entzündlichen Hautkrankheiten kann man damit entgegenwirken, zum Beispiel Akne oder Rosazea. Aber besonders sinnvoll ist auch der vorbeugende Einsatz zum Schutz gegen die Strapazen, denen wir unsere Haut täglich aussetzen. Denn die lassen unsere Haut schneller altern. CBD wirkt als Antioxidans und ist somit ein effektives Mittel gegen die Hautalterung. Es trägt auch zum Schutz gegen UV-Strahlung und Umwelteinflüssen bei. Neben fertigen CBD-haltigen Hautpflegeprodukten besteht auch die Möglichkeit, das CBD-Öl seiner Wahl zu verwenden.

Wie verwendet man CBD für die Haut?

Wenn man mit Cannabidiol etwas für seine Haut tun möchte, so findet man eine große Zahl an Beautyprodukten in CBD-Shops oder auf Online Plattformen. Manche bevorzugen aber den Umgang mit CBD-Extrakten oder Ölen, ohne dass diese in Hauptpflegemixturen verarbeitet sind. Für die großflächige Hautpflege könnte es sich als sinnvoll erweisen, nicht unbedingt mit dem puren Öl zu arbeiten. Man kann es dafür hervorragend in etwas Kokosöl oder anderen für die Haut geeigneten Ölen lösen.

Für gereizte und entzündete Stellen auf der Haut allerdings ist das gezielte Auftragen eines CBD-Öls sicher sinnvoll. Für die vorbeugende Pflege und eine gute Versorgung mit dem Cannabis-Wirkstoff sollte man ein CBD-Öl mindestens einmal in der Woche auftragen. So hat man einen konstanten Schutz gegen Umwelteinflüsse und andere Hautstrapazen und verlangsamt somit die Hautalterung.

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Die äußerliche Anwendung von CBD bei Neurodermitis

Die Pflanze Cannabis sativa ist bekannt für die psychoaktive Wirkung, die das Cannabinoid THC auslöst. Dass die Pflanze noch über Hundert weitere Wirkstoffe beinhalten kann, hat lange Zeit kaum jemanden interessiert. In den letzten Jahren hat sich dies geändert. Regelmäßig tauchen neue Erfolgsmeldungen auf, die die vielseitige Wirkung von Cannabidiol (CBD) belegen.

Dieses Cannabinoid ist dafür verantwortlich, dass viele Menschen ihre ablehnende Meinung zu Cannabis heute überdenken und sich besser informieren. Epilepsie, Multiple Sklerose und Krebserkrankungen sind für die Wissenschaft und Medien interessantesten Diagnosen, bei denen CBD helfen kann. Aber auch für viele andere Symptome wird CBD eingesetzt. Nachdem sich CBD-Öle auch für den Gebrauch im privaten Umfeld ohne ärztliche Begleitung durchsetzen konnte, haben die Menschen und die Hersteller von CBD-Produkten das Cannabinoid auch bald für die äußerliche Anwendung auf der Haut entdeckt.

Das atopische Ekzem – Ein Fall für CBD?

Die korrekte Bezeichnung für Neurodermitis ist atopisches Ekzem. Es stellt eine chronische Hautkrankheit dar, die aber nicht ansteckend ist. Das Wort Neurodermitis entstammt dem 19. Jahrhundert, als man davon ausging, dass die Erkrankung neuronale, also nervliche, Ursachen hatte. Die Haut der Patienten weist an den betroffenen Stellen Rötungen, Risse und Schuppen auf. Wer unter atopischen Ekzemen leidet, hat im Normalfall sein Leben lang damit zu tun, denn vollständig heilbar ist die Hautkrankheit bisher nicht. Behandeln kann man die Ekzeme aber schon. Die Umstellung der Ernährung und die Einnahme verschiedener Vitamine sind Versuche, die Krankheit einzudämmen. Man vermeidet die charakteristische Trockenheit der Haut durch das Auftragen von Salben mit gleichzeitig entzündungshemmender Wirkung. Wer sich mit CBD etwas auskennt, der wird spätestens jetzt hellhörig, denn die Eigenschaft Entzündungen zu reduzieren ist vielleicht die bekannteste, die Cannabidiol anzubieten hat.

Über die Wirkung von CBD für die Haut sind sich viele Forscher einig

Die National Eczema Association der Vereinigten Staaten hat einen Bericht veröffentlicht [1], in welchem sie die entzündungshemmende, antimikrobielle und Juckreiz-lindernde Wirkung von Cannabinoiden bestätigen. Hauptsächlich stehen hier Cannabinoide im Fokus, die keine Rauschwirkung haben können, wie Cannabichromen (CBC), Cannabigerol (CBG), Cannabinol (CBN) und allen voran Cannabidiol (CBD). Laut Forschern der University of Colorado ist das Cannabinoid CBD besonders hilfreich bei der Heilung von Ekzemen oder den damit verbundenen Symptomen. Es kann als natürliche Alternative zu häufig bei Hautkrankheiten verwendeten Steroiden eingesetzt werden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die topisch (auf der Haut) angewandte Behandlung von CBD bereits als nicht missbräuchlich oder schädlich eingestuft, da mehrere klinische Studien positive Ergebnisse bei der Behandlung von Symptomen verschiedener Hauterkrankungen mit CBD gezeigt haben.

Die Behandlung von Ekzemen mit CBD geschieht auf mehreren Ebenen

Das CBD interagiert mit den Rezeptoren in der Haut. Zunächst wirkt dies beruhigend auf die gereizte Haut und die Nervenzellen. Somit nimmt der Ausschlag ab. Bei regelmäßiger Anwendung auf der Haut reguliert, beziehungsweise reduziert, CBD die Ausschüttung von Histamin. Histamin wird vom Körper als Immunreaktion in den Mastzellen produziert. Es ruft bei Ekzemen den Juckreiz und die Rötungen hervor. So kann, durch das tägliche Auftragen einer feuchtigkeitsspendenden CBD-Creme, das Abheilen des Ausschlags unterstützt werden. Allein schon das lindern des Juckreizes ist ein wichtiger Schlüssel. Denn dieser löst den Teufelskreis aus Jucken, Kratzen, beginnender Wundheilung und dadurch erneutes Jucken immer wieder aus und verhindert eine dauerhafte Besserung. Zusätzlich zur Minderung des Juckreizes kann nun langfristig das CBD die Entzündungen bekämpfen und antimikrobiell gegen Bakterien in den Wunden wirken. Ebenfalls ein Prozess, den man begünstigt, wenn man nicht mehr so viel kratzt und die wunden Stellen nicht weiter reizt oder verschmutzt.

Mit CBD an mehreren Enden der Neurodermitis ansetzen

Atopische Ekzeme weisen ein Krankheitsbild und Symptome auf, die sich in mehrerer Hinsicht für den Einsatz von CBD eignen. Es bietet sich hier an, CBD innerlich und äußerlich anzuwenden. Durch die Einnahme verteilt sich das CBD ebenfalls im ganzen Körper, was auch der Heilung der Haut zuträglich ist. Aber bei der Einnahme ist es auch die beruhigende und entspannende Wirkung, die den Juckreiz erträglicher macht. Durch die topische Anwendung wird dieser Juckreiz minimiert und die Heilung durch vielerlei Interaktion des Cannabinoids mit den Rezeptoren des Endocannabinoid-Systems in Gang gesetzt. Es gibt vielleicht keine vollständige Heilung, aber mit der richtigen Kombination von Behandlungen kann der Patient ein nahezu beschwerdefreies Leben führen.

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Terpene und Katzen

Über die vielen gesundheitsfördernden Eigenschaften von Cannabidiol (CBD) wissen wir heute viel mehr als noch vor ein paar Jahren. Und so liegt es nahe, dass das Cannabinoid mittlerweile viel weiter in die Gesellschaft und unseren Alltag eingedrungen ist. Nachdem wir CBD an uns äußerlich wie innerlich ausprobiert und für gut befunden hatte, dauerte es nicht lange, bis wir auch den Tieren im Haushalt die Vorteile des Cannabis-Wirkstoffs zukommen lassen wollten.

Für Hunde gibt es bereits eine bunte Palette an Leckerli und Tinkturen, mit denen man das Tier versorgen kann. Bei Katzen ist die Auswahl noch deutlich geringer. Aber kann man seiner Samtpfote auch einfach ein paar Tropfen vom eigenen CBD-Öl abgeben, oder lieber nicht? Und wie vertragen Katzen die Terpene, die in den Produkten für Menschen enthalten sind?

Katzen können Terpene nicht vearstoffwechseln

Das große Problem von Katzen im Bezug auf viele CBD-Produkte, die nicht speziell für Stubentiger hergestellt wurden, sind die Terpene, die darin enthalten sind. Der Stoffwechsel der Katze kann diese nur sehr langsam verarbeiten und wieder ausscheiden. Daher kann es zu regelrechten Vergiftungen kommen, wenn zu intensiver Kontakt mit den Aromastoffen stattgefunden hat. Dies ist also strikt zu vermeiden, und daher darf man seiner Katze nicht einfach etwas vom eigenen CBD-Produkt abgeben. Die Gefahr besteht nicht nur bei künstlichen Aromastoffen, sondern auch bei Terpenen, die natürlich von Pflanzen gewonnen werden.

Eine Terpen-Vergiftung kann bei Katzen tödlich verlaufen

Eine Terpen-Vergiftung bei Katzen ist nichts, was man auf die leichte Schulter nehmen sollte. Sie äußert sich in motorischen Störungen und Sabbern, die Katze wirkt unruhig und orientierungslos. Weitere Symptome sind Erbrechen, Durchfall, Zittern und rapider Gewichtsverlust. Beim Verdacht einer Vergiftung durch Aroma-Öle muss man dringend den Tierarzt aufsuchen, andernfalls droht der Katze Gefahr für Leib und Leben.

Aroma-Öle sind die größte Gefahrenquelle für eine Terpen-Vergiftung

Es sollen nicht alle ätherischen Öle bzw. Aromastoffe gleichermaßen gefährlich sein. Manche sollen lediglich unangenehm für die Katze sein, andere lebensbedrohliche Wirkungen haben. Unter den toxisch wirkenden sind beispielsweise Zimt, Thymian, Teebaumöl, Pfefferminz, Lavendel und Oregano. Zu den tendenziell für Katzen nur unangenehmen Duftölen gehören Anis, Salbei, Zitrone, Orange, Zypresse, Wacholder, Kamille, Melisse, Basilikum und Dill. Insgesamt gibt es allerdings so viele individuelle Unterschiede, dass man generell den Kontakt von Katze und Duftölen vermeiden sollte. In den Ölen sind die Aromen stark konzentriert. Eine Vergiftung durch Kontakt mit den naturbelassenen Kräutern ist also eher unwahrscheinlich.

Die Katze braucht ihre eigenen CBD-Produkte

Wer seiner Katze dennoch etwas Gutes mit CBD tun will, der sollte zu speziell für die Stubentiger hergestellten Produkten greifen. Die Haustier-Linie von Pura Vida CBD, hat hier etwas sinnvolles im Sortiment, das sie der Katze ohne Bedenken verabreichen können. Das VetriHemp CBD-Öl mit vier Prozent CBD gibt es speziell für die Katze. Hier sind nur natürlich gewonnene Rohstoffe verarbeitet, und nichts, das die Katze nicht verträgt.

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CBG und sein medizinischer Nutzen

Von den Cannabinoiden Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD) haben inzwischen die meisten Menschen, die mit Cannabis vertraut sind, gehört. Viele wissen zumindest teilweise, wie die zwei Cannabinoide wirken und worin sie sich unterscheiden.

Ein weniger bekanntes Cannabinoid namens Cannabigerol (CBG) ist in den meisten Cannabis-Sorten nur in geringen Mengen vorhanden. Trotzdem ist es medizinisch relevant und wert, einmal näher betrachtet zu werden.

Was genau ist CBG?

Cannabigerol ist wie Cannabidiol nicht psychoaktiv. In den meisten Cannabispflanzen ist es vorhanden, wenn auch in der Regel nur in einer Konzentration von unter einem Prozent. Aus diesem Grund wurde dem Cannabinoid bislang nur wenig Bedeutung zugemessen. Im Grunde ist CBG aber sehr wichtig für die Wirkungen von Cannabis, denn es ist der chemische Vorläufer von Cannabinoiden wie CBC, CBD und THC.

CBG ist der Ausgangsstoff für die wichtigen Cannabinoide

Cannabispflanzen produzieren Cannabigerolsäure (CBGA), den Vorläufer der drei wichtigsten Cannabinoidsäuren: Tetrahydrocannabinolsäure (THCA), Cannabidiolsäure (CBDA) und Cannabichromensäure (CBCA). Enzyme in der Pflanze verwandeln CBGA entweder in THCA oder CBDA, die anschließend durch Licht oder Wärmeenergie decarboxyliert (“aktiviert”) werden können, um THC oder CBD zu erzeugen. Generell gilt dabei, je mehr THC im Cannabis ist, desto geringer ist die Konzentration an CBD und CBG. Durch gezielte Kreuzungen von Cannabis-Sorten und den Einsatz von Gentechnik können heute Pflanzen mit erhöhtem CBG-Gehalt gezüchtet werden. Bei der niederländischen Medizinalhanf-Sorte Bediol von Bedrocan wird ein hoher CBG-Wert erreicht, indem der dafür optimale Erntezeitpunkt ermittelt wurde.

Welche therapeutischen Potenziale birgt CBG

Wie die anderen Cannabinoide so erfolgt die Wirkung von Cannabigerol auch durch Interaktion mit dem Endocannabinoid-System (ECS). Dieses System reguliert zahlreiche Vorgänge im menschlichen Körper. Es reagiert auf Verletzungen und viele Erkrankungen, unterstützt das Immunsystem, hilft Entzündungen einzudämmen und vieles mehr. Mittlerweile hat man herausgefunden, dass CBG sehr viele physiologische Systeme beeinflusst. Daher sind die Möglichkeiten für die medizinische Anwendung äußerst vielversprechend:

  • Für die Behandlung des Glaukoms hat sich CBG als besonders wirksam erwiesen. Es reduziert den Augeninnendruck und wirkt neuroprotektiv auf die Sehnerven. Außerdem funktioniert es als starker Vasodilatator, das heißt es verbessert den Blutfluss in den Augen.
  • Bei Darmerkrankungen verringert CBG die charakteristischen Entzündungen und verschafft dadurch Linderung von Schmerzen, Durchfall und dergleichen.
  • Cannabigerol hilft gegen degenerative Nervenkrankheiten wie zum Beispiel Chorea Huntington (auch Hintington-Krankheit genannt)
  • CBG blockiert Rezeptoren, die das Wachstum von Krebszellen verursachen oder begünstigen. Insbesondere bei Darmkrebs zeigt sich das Cannabinoid als Hoffnungsträger für eine erfolgreiche Behandlung.
  • Cannabigerol wirkt antibakteriell. Gerade die Wirkung von Cannabis gegen Staphylococcus aureus ist in der Hauptsache auf CBG zurückzuführen.
  • CBG fördert den Appetit. Bei MS, Krebserkrankungen, HIV und anderen schweren Krankheiten kann CBG dadurch unterstützend eingesetzt werden.
  • Bei Blasenerkrankungen zeigt CBG ebenfalls Wirkung. Es unterstützt die Muskeln für die Blasenfunktion. Somit kann es hervorragend zur Prophylaxe gegen Blasendysfunktionserkrankungen verwendet werden.

Cannabigerol eignet sich auch für die Erhaltung der Gesundheit

In Cannabigerol steckt also jede Menge Potenzial für die medizinische Nutzung. Viele Wissenschaftler unterstützen die Förderung der Erforschung von CBG. Dieses Potenzial kann man auch im Alltag nutzen. In manchen CBD-Ölen ist CBG ebenfalls enthalten. Gerade die Eigenschaften, die die Nervenzellen schützen, das Immunsystem stärken oder die Funktion von Muskeln erhalten, können auch nicht-kranken Menschen helfen, ihre Gesundheit zu bewahren bis ins hohe Alter.

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CBD statt Ibuprofen, geht das?

Das Cannabis und CBD zunehmend Verwendung in der Behandlung von Schmerzen finden, beurteilen manche als positive Entwicklung, andere als fehlgeleitet. Für manche gilt die analgetische (schmerzlindernde) Wirkung als umstritten, für andere als erwiesen.

Die Forschung hat manche Effekte von Cannabidiol (CBD), die in der Behandlung von Schmerzen hilfreich sind, mittlerweile erklärt. Was kann das Cannabinoid wirklich? Hat es ausreichend analgetisches Potential um nichtsteroidalen Entzündungshemmern wie Ibuprofen den Rang abzulaufen?

Was macht Ibuprofen?

Unser Körper versucht grundsätzlich, Verletzungen und Infektionen selbst zu heilen. Folglich sind Schmerzen und Entzündungen natürliche Reaktionen, die in vielen Fällen durch unseren Körper ausgeheilt werden können. Sind die Schmerzen allerdings sehr stark oder eine Entzündung heilt nicht ab, so unterstützt man den Körper durch die Einnahme von Medikamenten wie Ibuprofen.

Zieht sich der menschliche Körper eine Verletzung zu, werden sogenannte Prostanide produziert. Diese Verbindungen sind an physischen Vorgängen wie Entzündungen (Prostaglandine) beteiligt oder der Blutgerinnung (Thromboxan). Ibuprofen und ähnliche Medikamente hemmen die Produktion dieser Prostanide, die eigentlich in der Folge einer Infektion oder Verletzung entstehen. Dafür wirkt Ibuprofen gegen Schmerzsymptome, Gelenkentzündungen, Fieber, Arthritis, Gicht und rheumatische Erkrankungen. Wegen der vielen medizinischen Eigenschaften ist Ibuprofen eines der am häufigsten konsumierten Medikamente unserer Gesellschaft. Allerdings hemmt Ibuprofen mehrere Enzyme und kann im Gegensatz zu CBD eine Reihe von Nebenwirkungen verursachen. Und diese sind nicht alle harmlos. Schwindel, Kopfschmerzen, Sodbrennen, Geschwüre, Leber- oder Nierenerkrankungen, Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall sind mögliche Folgen. Vor allem, wenn man Ibuprofen sehr regelmäßig verwendet.

Kann CBD die Wirkungen von Ibuprofen ersetzen?

Was die Verträglichkeit anbelangt, ist Cannabidiol Ibuprofen um Längen voraus. CBD wirkt, anders als Ibuprofen, durch das Hemmen von Schmerzrezeptoren und der Zytokinen-Produktion. Überdosierungen sind unmöglich und auch bei der Einnahme hoher Dosen bestehen keine Gesundheitsrisiken. Trotzdem gehen die meisten Menschen mit CBD vorsichtig um, während sie ohne darüber nachzudenken auch schon mal eine zweite und dritte Ibuprofen Tablette schlucken, ohne über mögliche Folgen nachzudenken. Tatsächlich ist es nicht verkehrt, wenn man mit der Einnahme von CBD beginnt, mit kleinen Mengen zu beginnen und sie gegebenenfalls schrittweise nach oben anzupassen. Da CBD alleine für manche Menschen im Vergleich zu Ibuprofen keine sehr starke Schmerzlinderung mit sich bringt, empfiehlt es sich, beim Kauf stets auf Vollspektrum-Extrakte zu achten. Durch den sogenannten Entourage-Effekt mit anderen Cannabinoiden und Terpenen wird die schmerzlindernde Wirkung verstärkt. Patienten mit sehr starken oder chronischen Schmerzen setzen oft auf Cannabis-Produkte, die auch THC enthalten. Die Wirksamkeit und Sicherheit von THC und CBD bei der Behandlung von Entzündungen, zentralen und peripheren neuropathischen Schmerzen, rheumatoider Arthritis und Schmerzen im Zusammenhang mit Krebs wurde mittlerweile in klinischen Studien nachgewiesen.

CBD ist auf lange Sicht die bessere Wahl

Ob ein Wechsel des Medikaments angebracht ist, sollte jeder mit seinem Arzt abklären. Vor allem, wenn man andere Medikamente einnimmt, sollten keine Selbstexperimente durchgeführt werden, auch nicht mit CBD. Für manche mag die Schmerzwirkung von CBD nicht ausreichend betäubend sein, denn sie funktioniert anders als herkömmliche Medikamente. Will man eine regelmäßige Einnahme von Ibuprofen durch den Einsatz von CBD vermeiden, sollte man einer Besserung einige Zeit einräumen. Die Linderung von Entzündung und Schmerz geschieht teilweise auf subtilen Umwegen. Bei Kopf-, Muskel- und Gelenk-Schmerzen zum Beispiel durch die Entspannung, die CBD mit sich bringt. Sind die Schmerzen mit Entzündungen verbunden, benötigt CBD auch hier etwas Zeit, um diese zu reduzieren. Am meisten Zeit muss man vermutlich der Behandlung von Schmerzen geben, die neurologische Ursachen haben. Denn unsere Nerven haben die Eigenschaft, für eine Heilung viel Zeit zu benötigen. Wenn man irgendwann die Dosis angepasst hat, sie regelmäßig einnimmt und die Prozesse einmal in Gang gekommen sind, hat man mit CBD langfristig eine wesentlich unbedenklichere Option, welches man ohne Gesundheitsrisiken auch über eine längere Behandlungsdauer einnehmen kann.

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