Gibt es Wechselwirkungen zwischen CBD und Medikamenten ?

Ohne diesen Beitrag frühzeitig beenden zu wollen, kann man diese Frage schlicht mit Ja beantworten. Es gibt Medikamente interagieren kann. Das kann positive oder negative Auswirkungen haben. CBD ist generell gut verträglich und man kann es ziemlich bedenkenlos verwenden. Dies bestätigte unlängst auch die Weltgesundheitsorganisation WHO. Dennoch können auch nach der Einnahme von CBD unerwünschte Wirkungen eintreten, vor allem wenn man es sehr hoch dosiert.

Der Stoffwechsel entscheidet über Wirkung und Nebenwirkung

Wie der menschliche Körper Cannabidiol verarbeitet, ist individuell verschieden. Der jeweilige Stoffwechsel des Nutzers ist hier entscheidend. Dies gilt im übrigen für alle Medikamente und Wirkstoffe, die wir zu uns nehmen, auch Kaffee und Zucker. Ein mangelhafter Metabolismus verstoffwechselt Wirksubstanzen langsamer, so dass sie länger im Körper bleiben. Dies erhöht das Risiko für das Auftreten von Nebenwirkungen oder Komplikationen.

Besonders bei Blutverdünnern muss man mit CBD vorsichtig sein

Dass die Wirkstoffe von Cannabis, die Cannabinoide, mit anderen Substanzen interagieren können, ist eine bekannte Tatsache. Dies betrifft zum Beispiel Lebensmittel wie Kaffee oder Mangos. Manche Stoffe können ein regelrechter Verstärker für die Wirkung sein. Bei CBD hat man herausgefunden, dass es die Wirkung von blutverdünnenden Medikamenten wie Warfarin verstärkt. Dies kann eine richtige Dosierung in Verbindung mit CBD erschweren und mitunter gefährlich sein. Will man Warfarin und CBD verwenden, sollte man vorsichtig vorgehen, und die Dosierung unter ärztlicher Aufsicht schrittweise anpassen.

Positive Interaktionen zwischen CBD und anderen Medikamenten

Nicht jede Interaktion zwischen Arzneiwirkstoffen ist negativ. So konnten zum Beispiel durch die Einnahme von Cannabidiol Patienten die Wirkung ihrer Opioid-haltigen Medikamente verstärken und deren Dosis dadurch reduzieren. Eines der besten Beispiele für Interaktion von CBD mit einem anderen Wirkstoff ist schon in der medizinischen Verwendung von Cannabis selbst zu finden. CBD reduziert die psychoaktiven Eigenschaften von THC. THC besitzt ebenfalls ein enormes, therapeutisches Potenzial. Manche Patienten empfinden die Wirkung jedoch nicht als durchgehend angenehm. Dieser Rauscheffekt, der in der medizinischen Verwendung als Nebenwirkung gilt, wird durch einen erhöhten CBD-Gehalt in manchen Cannabissorten abgeschwächt. Es heißt ein Wirkstoffverhältnis zwischen THC und CBD von 1:1 bietet die beste Wirkung bei minimalen Nebeneffekten.

Wie finde ich heraus, ob mein Medikament Wechselwirkungen mit CBD hat

Da viele Patienten ihren Hausarzt vielleicht nicht bezüglich CBD konsultieren können, sei es aus Unwissenheit oder mangelnder Akzeptanz gegenüber Cannabis allgemein, ist es für sie nicht einfach, sich über Interaktionen mit anderen Wirkstoffen zu erkundigen. Aber es gibt einen Trick. Es hat sich herausgestellt, dass der Körper mit CBD auf ähnliche Art und Weise umgeht, wie mit Grapefruit. So seltsam es sich also anhört, wenn ein Arzt betont, dass das Medikament, das er verschreibt, nicht in Verbindung mit Grapefruit eingenommen werden soll, dann sollte man es auch nicht mit CBD kombinieren. Im Zweifelsfall kann man also seinen Arzt fragen, ob Wechselwirkungen mit Grapefruit bestehen.

Vor der Selbstbehandlung mit CBD vom Arzt beraten lassen

Allgemein ist es ratsam, seinen Arzt darüber zu informieren, wenn man vorhat, Cannabidiol einzusetzen. Vor allem, wenn man andere Medikamente einnehmen muss. Gerade bei chronischen Krankheiten, bei welchen neben der herkömmlichen Behandlung auch CBD eingesetzt werden soll, kann man so unter ärztlicher Kontrolle von Blutwerten und anderen Faktoren die Dosierung anpassen. Das ist wesentlich unbedenklicher und obendrein besser dazu geeignet die richtige Dosis von Medikament und Cannabidiol zu ermitteln als planlose Selbstmedikation.

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Geschmack mit Profil – Terpene

Noch vor einigen Jahren wussten nur Hanffreunde mit sehr großem Hang zum Theoretischen was ein Terpen ist. Heute ist es in Verbindung mit Cannabis in aller Munde, gut, das war es früher auch, nur wusste eben kaum jemand Bescheid. Mit der globalen Cannabis Renaissance, vor allem in medizinischer Hinsicht, schwappte das Wort in Forschungsergebnissen über Wirkstoff-Zusammenhänge spezifischer Cannabis-Sorten auf bestimmte Krankheiten oder Symptome mit in das gängige Vokabular der interessierten Hanfgemeinde von heute.

Was sind Terpene?

Wenn im Folgenden der Begriff Terpene gebraucht wird, dann werden damit auch Terpenoide mit eingeschlossen. Terpene leiten sich von Isopren ab. Isopren ist eine einfache Kohlenwasserstoffverbindung (C5H8), Terpene wiederum sind Verbindungen dieser Kohlenwasserstoffe. Terpenoide beinhalten zusätzlich zu den Kohlenwasserstoffmolekülen noch mehr funktionale Gruppen aus anderen chemischen Elementen.
Terpene und Terpenoide sind nicht erst durch Cannabisforschung bekannt geworden. Sie geben der Natur die vielen Aromen, Gerüche und Geschmäcker. Und so wurden sie schon seit Jahrhunderten isoliert und industriell verwendet, zum Beispiel für die Herstellung von Parfum und Kosmetik. Mittlerweile hat man festgestellt, dass viele Terpene auch aus medizinischen Aspekten interessant sind, da sie zum einen Einzelwirkungen haben, und zum anderen sowohl mit anderen Terpenen und Terpenoiden, als auch zum Beispiel mit Cannabinoiden in Wechselwirkungen interagieren. Die Wechselwirkungen von Cannabinoiden untereinander und in Kombination mit Terpenen sind sehr komplex, und werden der Wissenschaft noch viel Stoff zur Forschung liefern. Diese vielfältigen Effekte begründen auch die unterschiedlichen Wirkungsweisen verschiedener Cannabis-Sorten.

Isolierte Terpene

Von Kosmetik bis zur Lebensmitteltechnik, überall wird mit den Terpenen, also den Aromen aus der Natur, gearbeitet. Cannabis soll über 120 verschiedene Terpene beinhalten, man geht davon aus, dass es insgesamt weit über 30.000 verschiedene Terpene und Terpenoide gibt. Einige der bereits bekannten Terpene, die Hanfpflanzen enthalten können, sind bereits bezüglich ihres Aromas und auch ihrer pharmakologischen Wirkung erforscht. Und sie kommen noch in vielen anderen Pflanzen vor, bei manchen kann man dies am Geruch nachvollziehen.

Limonen

Wie der Name unschwer erkennen lässt, ist Limonen für den bei Cannabis beliebten Zitrus-Duft zuständig, und nicht nur bei Cannabis. Auch Zitrusfrüchte, Pfefferminze und Wachholder enthalten das Terpen. Medizinisch relevant macht es seine Blutdruck senkende, antibakterielle und antidepressive Wirkung, aber auch gegen Pilze oder Sodbrennen soll es gut sein.
Es wird gerne in der Lebensmittelproduktion oder zur Herstellung von Parfum verwendet, als Fettlöser eingesetzt, aber auch bei Cannabisextrakten dient es als Geschmacksverstärker.

Myrcen

Das in Cannabis in höchster Konzentration enthaltene Terpen heißt Myrcen. Es kommt außerdem in Zitronengras, Thymian, Hopfen und Eisenkraut vor. Das Aroma ist Hopfen-artig, harzig und krautig, wenn es sehr konzentriert ist, kann es stechend sein. Wie Limonen hat es eine antidepressive Wirkung, ist darüber hinaus antiseptisch, und kann in Krebstherapien helfen. In Cannabis begünstigt Myrcen die Wirkung von THC, indem es die Durchlässigkeit der Zellmembranen erhöht, so dass mehr THC ins Blut gelangen kann. Motorische Entspannung und sedative Effekte wurden bei Tests an Mäusen festgestellt, sowohl bei Myrcen als auch bei Limonen. Industriell wird Myrcen seines Geruchs wegen hauptsächlich für die Herstellung von Kosmetikprodukten eingesetzt.

Pinen

Ein weiteres Terpen, das in Cannabis sehr häufig zu finden ist, ist Pinen, genauer gesagt kommt es in zwei unterschiedlichen Strukturen (Isomere) vor. Alpha Pinen und Beta Pinen können durch trockene Destillation aus Koniferen-Holz gewonnen werden (Terpentin). Andere Pflanzen, die Pinen enthalten, sind Kiefer, Fichte, Salbei, Beifuß, und Eukalyptus und viele mehr. Kein Terpen kommt in der Natur häufiger vor und das Aroma erklärt sich durch den Namen und die Vertreter der Nadelbäume, die es auch beinhalten, von selbst. Pinen wirkt antibiotisch, antibakteriell und entzündungshemmend. Es kann als Bronchospasmolytikum eingesetzt werden. In Produkten wie Öle, Wachsen und Farben wird Pinen verarbeitet.

Linalol

Auch Linalol kann man neben Cannabis in hunderten anderer Pflanzen finden, Minze, Zimt, Birke, aber auch in Zitrusfrüchten. Auch von diesem Terpenoid gibt es Isomere, S-Linalol und R-Linalol. S-Linalol hat einen blumigen und süßen Duft, während R-Linalol ein holziges Aroma hat. Linalol kommt auch in Lavendel vor, was bereits sehr lange für seine beruhigende und Angst lösende Wirkung geschätzt wird. In der Industrie werden zigtausend Tonnen Linalol verbraucht, meist als Geruchs- oder Geschmacksstoff.

Beta-Caryophyllen

Ihm verdanken Gewürznelken, Rosmarin und Hopfen ein Teil ihres Aromas. BCP, wie Beta-Caryophyllen ab gekürzt genannt wird, ist ein besonders interessantes Terpen, weil es ein sehr aktiver Wirkstoff in Cannabis ist. Es kann sich an den Cannbinoid-Rezeptor CB2 binden, und beschleunigt dort entzündungshemmende Effekte. Leider ist es auch die Substanz in Marihuana, die durch Drogenhunde aufgespürt werden kann.

In diesem sehr kleinen Auszug aus den Wirkungen von Terpenen und Terpenoiden wird deutlich, dass mit so vielen einzelnen Effekten, zuzüglich ihrer Wechselwirkungen untereinander, die weitere Forschung in Sachen Cannabis-Medizin, aber auch von Terpenen allgemein, noch viele Möglichkeiten zu Tage fördern wird. Aber auch die Industrie hat Terpene lange schon für sich entdeckt und wird mit wachsender Verfügbarkeit von Cannabis weltweit von der Vielfalt der Aromen profitieren, die die Pflanze zu bieten hat.

Terpene in Hanf Extrakten und CBD-Öl

Alle erwähnten Terpene sind auch sehr beliebt um CBD Öle damit anzureichern. Zwar stammt das CBD auch aus der Hanfpflanze, insofern bringt die Extraktion je nach Verfahren bereits einen gewissen Terpen-Gehalt mit sich, dieser ist in der Regel aber sehr gering. Durch das Zusetzen von Terpenen wird nicht nur das Aroma eines CBD Öls, sondern auch seine Wirksamkeit verbessert. Den Grund dafür nennt man den Entourage-Effekt. Dieser besagt, dass eine Pflanzenarznei im ganzen verabreicht wirksamer ist als die isolierten Wirkstoffe einzeln, was soviel bedeutet, dass die Terpene die Wirkung des CBD´s günstig beeinflussen und umgekehrt. Die Cannabinoide und Terpene sind in Wechselwirkungen verbunden. Einige der pharmakologischen Effekte der Terpene und Terpenoide werden dementsprechend auch durch das CBD unterstützt und verstärkt. So kommt es, dass ein Vollextrakt auch dann wirksamer sein kann als ein reines CBD Öl, welches kaum Terpene beinhaltet.

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Die äußerliche Anwendung von CBD bei Neurodermitis

Die Pflanze Cannabis sativa ist bekannt für die psychoaktive Wirkung, die das Cannabinoid THC auslöst. Dass die Pflanze noch über Hundert weitere Wirkstoffe beinhalten kann, hat lange Zeit kaum jemanden interessiert. In den letzten Jahren hat sich dies geändert. Regelmäßig tauchen neue Erfolgsmeldungen auf, die die vielseitige Wirkung von Cannabidiol (CBD) belegen.

Dieses Cannabinoid ist dafür verantwortlich, dass viele Menschen ihre ablehnende Meinung zu Cannabis heute überdenken und sich besser informieren. Epilepsie, Multiple Sklerose und Krebserkrankungen sind für die Wissenschaft und Medien interessantesten Diagnosen, bei denen CBD helfen kann. Aber auch für viele andere Symptome wird CBD eingesetzt. Nachdem sich CBD-Öle auch für den Gebrauch im privaten Umfeld ohne ärztliche Begleitung durchsetzen konnte, haben die Menschen und die Hersteller von CBD-Produkten das Cannabinoid auch bald für die äußerliche Anwendung auf der Haut entdeckt.

Das atopische Ekzem – Ein Fall für CBD?

Die korrekte Bezeichnung für Neurodermitis ist atopisches Ekzem. Es stellt eine chronische Hautkrankheit dar, die aber nicht ansteckend ist. Das Wort Neurodermitis entstammt dem 19. Jahrhundert, als man davon ausging, dass die Erkrankung neuronale, also nervliche, Ursachen hatte. Die Haut der Patienten weist an den betroffenen Stellen Rötungen, Risse und Schuppen auf. Wer unter atopischen Ekzemen leidet, hat im Normalfall sein Leben lang damit zu tun, denn vollständig heilbar ist die Hautkrankheit bisher nicht. Behandeln kann man die Ekzeme aber schon. Die Umstellung der Ernährung und die Einnahme verschiedener Vitamine sind Versuche, die Krankheit einzudämmen. Man vermeidet die charakteristische Trockenheit der Haut durch das Auftragen von Salben mit gleichzeitig entzündungshemmender Wirkung. Wer sich mit CBD etwas auskennt, der wird spätestens jetzt hellhörig, denn die Eigenschaft Entzündungen zu reduzieren ist vielleicht die bekannteste, die Cannabidiol anzubieten hat.

Über die Wirkung von CBD für die Haut sind sich viele Forscher einig

Die National Eczema Association der Vereinigten Staaten hat einen Bericht veröffentlicht [1], in welchem sie die entzündungshemmende, antimikrobielle und Juckreiz-lindernde Wirkung von Cannabinoiden bestätigen. Hauptsächlich stehen hier Cannabinoide im Fokus, die keine Rauschwirkung haben können, wie Cannabichromen (CBC), Cannabigerol (CBG), Cannabinol (CBN) und allen voran Cannabidiol (CBD). Laut Forschern der University of Colorado ist das Cannabinoid CBD besonders hilfreich bei der Heilung von Ekzemen oder den damit verbundenen Symptomen. Es kann als natürliche Alternative zu häufig bei Hautkrankheiten verwendeten Steroiden eingesetzt werden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die topisch (auf der Haut) angewandte Behandlung von CBD bereits als nicht missbräuchlich oder schädlich eingestuft, da mehrere klinische Studien positive Ergebnisse bei der Behandlung von Symptomen verschiedener Hauterkrankungen mit CBD gezeigt haben.

Die Behandlung von Ekzemen mit CBD geschieht auf mehreren Ebenen

Das CBD interagiert mit den Rezeptoren in der Haut. Zunächst wirkt dies beruhigend auf die gereizte Haut und die Nervenzellen. Somit nimmt der Ausschlag ab. Bei regelmäßiger Anwendung auf der Haut reguliert, beziehungsweise reduziert, CBD die Ausschüttung von Histamin. Histamin wird vom Körper als Immunreaktion in den Mastzellen produziert. Es ruft bei Ekzemen den Juckreiz und die Rötungen hervor. So kann, durch das tägliche Auftragen einer feuchtigkeitsspendenden CBD-Creme, das Abheilen des Ausschlags unterstützt werden. Allein schon das lindern des Juckreizes ist ein wichtiger Schlüssel. Denn dieser löst den Teufelskreis aus Jucken, Kratzen, beginnender Wundheilung und dadurch erneutes Jucken immer wieder aus und verhindert eine dauerhafte Besserung. Zusätzlich zur Minderung des Juckreizes kann nun langfristig das CBD die Entzündungen bekämpfen und antimikrobiell gegen Bakterien in den Wunden wirken. Ebenfalls ein Prozess, den man begünstigt, wenn man nicht mehr so viel kratzt und die wunden Stellen nicht weiter reizt oder verschmutzt.

Mit CBD an mehreren Enden der Neurodermitis ansetzen

Atopische Ekzeme weisen ein Krankheitsbild und Symptome auf, die sich in mehrerer Hinsicht für den Einsatz von CBD eignen. Es bietet sich hier an, CBD innerlich und äußerlich anzuwenden. Durch die Einnahme verteilt sich das CBD ebenfalls im ganzen Körper, was auch der Heilung der Haut zuträglich ist. Aber bei der Einnahme ist es auch die beruhigende und entspannende Wirkung, die den Juckreiz erträglicher macht. Durch die topische Anwendung wird dieser Juckreiz minimiert und die Heilung durch vielerlei Interaktion des Cannabinoids mit den Rezeptoren des Endocannabinoid-Systems in Gang gesetzt. Es gibt vielleicht keine vollständige Heilung, aber mit der richtigen Kombination von Behandlungen kann der Patient ein nahezu beschwerdefreies Leben führen.

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CBG und sein medizinischer Nutzen

Von den Cannabinoiden Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD) haben inzwischen die meisten Menschen, die mit Cannabis vertraut sind, gehört. Viele wissen zumindest teilweise, wie die zwei Cannabinoide wirken und worin sie sich unterscheiden.

Ein weniger bekanntes Cannabinoid namens Cannabigerol (CBG) ist in den meisten Cannabis-Sorten nur in geringen Mengen vorhanden. Trotzdem ist es medizinisch relevant und wert, einmal näher betrachtet zu werden.

Was genau ist CBG?

Cannabigerol ist wie Cannabidiol nicht psychoaktiv. In den meisten Cannabispflanzen ist es vorhanden, wenn auch in der Regel nur in einer Konzentration von unter einem Prozent. Aus diesem Grund wurde dem Cannabinoid bislang nur wenig Bedeutung zugemessen. Im Grunde ist CBG aber sehr wichtig für die Wirkungen von Cannabis, denn es ist der chemische Vorläufer von Cannabinoiden wie CBC, CBD und THC.

CBG ist der Ausgangsstoff für die wichtigen Cannabinoide

Cannabispflanzen produzieren Cannabigerolsäure (CBGA), den Vorläufer der drei wichtigsten Cannabinoidsäuren: Tetrahydrocannabinolsäure (THCA), Cannabidiolsäure (CBDA) und Cannabichromensäure (CBCA). Enzyme in der Pflanze verwandeln CBGA entweder in THCA oder CBDA, die anschließend durch Licht oder Wärmeenergie decarboxyliert (“aktiviert”) werden können, um THC oder CBD zu erzeugen. Generell gilt dabei, je mehr THC im Cannabis ist, desto geringer ist die Konzentration an CBD und CBG. Durch gezielte Kreuzungen von Cannabis-Sorten und den Einsatz von Gentechnik können heute Pflanzen mit erhöhtem CBG-Gehalt gezüchtet werden. Bei der niederländischen Medizinalhanf-Sorte Bediol von Bedrocan wird ein hoher CBG-Wert erreicht, indem der dafür optimale Erntezeitpunkt ermittelt wurde.

Welche therapeutischen Potenziale birgt CBG

Wie die anderen Cannabinoide so erfolgt die Wirkung von Cannabigerol auch durch Interaktion mit dem Endocannabinoid-System (ECS). Dieses System reguliert zahlreiche Vorgänge im menschlichen Körper. Es reagiert auf Verletzungen und viele Erkrankungen, unterstützt das Immunsystem, hilft Entzündungen einzudämmen und vieles mehr. Mittlerweile hat man herausgefunden, dass CBG sehr viele physiologische Systeme beeinflusst. Daher sind die Möglichkeiten für die medizinische Anwendung äußerst vielversprechend:

  • Für die Behandlung des Glaukoms hat sich CBG als besonders wirksam erwiesen. Es reduziert den Augeninnendruck und wirkt neuroprotektiv auf die Sehnerven. Außerdem funktioniert es als starker Vasodilatator, das heißt es verbessert den Blutfluss in den Augen.
  • Bei Darmerkrankungen verringert CBG die charakteristischen Entzündungen und verschafft dadurch Linderung von Schmerzen, Durchfall und dergleichen.
  • Cannabigerol hilft gegen degenerative Nervenkrankheiten wie zum Beispiel Chorea Huntington (auch Hintington-Krankheit genannt)
  • CBG blockiert Rezeptoren, die das Wachstum von Krebszellen verursachen oder begünstigen. Insbesondere bei Darmkrebs zeigt sich das Cannabinoid als Hoffnungsträger für eine erfolgreiche Behandlung.
  • Cannabigerol wirkt antibakteriell. Gerade die Wirkung von Cannabis gegen Staphylococcus aureus ist in der Hauptsache auf CBG zurückzuführen.
  • CBG fördert den Appetit. Bei MS, Krebserkrankungen, HIV und anderen schweren Krankheiten kann CBG dadurch unterstützend eingesetzt werden.
  • Bei Blasenerkrankungen zeigt CBG ebenfalls Wirkung. Es unterstützt die Muskeln für die Blasenfunktion. Somit kann es hervorragend zur Prophylaxe gegen Blasendysfunktionserkrankungen verwendet werden.

Cannabigerol eignet sich auch für die Erhaltung der Gesundheit

In Cannabigerol steckt also jede Menge Potenzial für die medizinische Nutzung. Viele Wissenschaftler unterstützen die Förderung der Erforschung von CBG. Dieses Potenzial kann man auch im Alltag nutzen. In manchen CBD-Ölen ist CBG ebenfalls enthalten. Gerade die Eigenschaften, die die Nervenzellen schützen, das Immunsystem stärken oder die Funktion von Muskeln erhalten, können auch nicht-kranken Menschen helfen, ihre Gesundheit zu bewahren bis ins hohe Alter.

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CBD statt Ibuprofen, geht das?

Das Cannabis und CBD zunehmend Verwendung in der Behandlung von Schmerzen finden, beurteilen manche als positive Entwicklung, andere als fehlgeleitet. Für manche gilt die analgetische (schmerzlindernde) Wirkung als umstritten, für andere als erwiesen.

Die Forschung hat manche Effekte von Cannabidiol (CBD), die in der Behandlung von Schmerzen hilfreich sind, mittlerweile erklärt. Was kann das Cannabinoid wirklich? Hat es ausreichend analgetisches Potential um nichtsteroidalen Entzündungshemmern wie Ibuprofen den Rang abzulaufen?

Was macht Ibuprofen?

Unser Körper versucht grundsätzlich, Verletzungen und Infektionen selbst zu heilen. Folglich sind Schmerzen und Entzündungen natürliche Reaktionen, die in vielen Fällen durch unseren Körper ausgeheilt werden können. Sind die Schmerzen allerdings sehr stark oder eine Entzündung heilt nicht ab, so unterstützt man den Körper durch die Einnahme von Medikamenten wie Ibuprofen.

Zieht sich der menschliche Körper eine Verletzung zu, werden sogenannte Prostanide produziert. Diese Verbindungen sind an physischen Vorgängen wie Entzündungen (Prostaglandine) beteiligt oder der Blutgerinnung (Thromboxan). Ibuprofen und ähnliche Medikamente hemmen die Produktion dieser Prostanide, die eigentlich in der Folge einer Infektion oder Verletzung entstehen. Dafür wirkt Ibuprofen gegen Schmerzsymptome, Gelenkentzündungen, Fieber, Arthritis, Gicht und rheumatische Erkrankungen. Wegen der vielen medizinischen Eigenschaften ist Ibuprofen eines der am häufigsten konsumierten Medikamente unserer Gesellschaft. Allerdings hemmt Ibuprofen mehrere Enzyme und kann im Gegensatz zu CBD eine Reihe von Nebenwirkungen verursachen. Und diese sind nicht alle harmlos. Schwindel, Kopfschmerzen, Sodbrennen, Geschwüre, Leber- oder Nierenerkrankungen, Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall sind mögliche Folgen. Vor allem, wenn man Ibuprofen sehr regelmäßig verwendet.

Kann CBD die Wirkungen von Ibuprofen ersetzen?

Was die Verträglichkeit anbelangt, ist Cannabidiol Ibuprofen um Längen voraus. CBD wirkt, anders als Ibuprofen, durch das Hemmen von Schmerzrezeptoren und der Zytokinen-Produktion. Überdosierungen sind unmöglich und auch bei der Einnahme hoher Dosen bestehen keine Gesundheitsrisiken. Trotzdem gehen die meisten Menschen mit CBD vorsichtig um, während sie ohne darüber nachzudenken auch schon mal eine zweite und dritte Ibuprofen Tablette schlucken, ohne über mögliche Folgen nachzudenken. Tatsächlich ist es nicht verkehrt, wenn man mit der Einnahme von CBD beginnt, mit kleinen Mengen zu beginnen und sie gegebenenfalls schrittweise nach oben anzupassen. Da CBD alleine für manche Menschen im Vergleich zu Ibuprofen keine sehr starke Schmerzlinderung mit sich bringt, empfiehlt es sich, beim Kauf stets auf Vollspektrum-Extrakte zu achten. Durch den sogenannten Entourage-Effekt mit anderen Cannabinoiden und Terpenen wird die schmerzlindernde Wirkung verstärkt. Patienten mit sehr starken oder chronischen Schmerzen setzen oft auf Cannabis-Produkte, die auch THC enthalten. Die Wirksamkeit und Sicherheit von THC und CBD bei der Behandlung von Entzündungen, zentralen und peripheren neuropathischen Schmerzen, rheumatoider Arthritis und Schmerzen im Zusammenhang mit Krebs wurde mittlerweile in klinischen Studien nachgewiesen.

CBD ist auf lange Sicht die bessere Wahl

Ob ein Wechsel des Medikaments angebracht ist, sollte jeder mit seinem Arzt abklären. Vor allem, wenn man andere Medikamente einnimmt, sollten keine Selbstexperimente durchgeführt werden, auch nicht mit CBD. Für manche mag die Schmerzwirkung von CBD nicht ausreichend betäubend sein, denn sie funktioniert anders als herkömmliche Medikamente. Will man eine regelmäßige Einnahme von Ibuprofen durch den Einsatz von CBD vermeiden, sollte man einer Besserung einige Zeit einräumen. Die Linderung von Entzündung und Schmerz geschieht teilweise auf subtilen Umwegen. Bei Kopf-, Muskel- und Gelenk-Schmerzen zum Beispiel durch die Entspannung, die CBD mit sich bringt. Sind die Schmerzen mit Entzündungen verbunden, benötigt CBD auch hier etwas Zeit, um diese zu reduzieren. Am meisten Zeit muss man vermutlich der Behandlung von Schmerzen geben, die neurologische Ursachen haben. Denn unsere Nerven haben die Eigenschaft, für eine Heilung viel Zeit zu benötigen. Wenn man irgendwann die Dosis angepasst hat, sie regelmäßig einnimmt und die Prozesse einmal in Gang gekommen sind, hat man mit CBD langfristig eine wesentlich unbedenklichere Option, welches man ohne Gesundheitsrisiken auch über eine längere Behandlungsdauer einnehmen kann.

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CBD gegen Zahnschmerzen – Macht das Sinn?

Die Liste der Krankheiten, für die die Behandlung mit Cannabidiol (CBD) in Frage kommt, wird immer länger. Seit das Cannabinoid aus der Hanfpflanze seinen Siegeszug in der Wellness- und Gesundheits-Industrie angetreten hat, vergehen kaum Wochen, in denen man nichts über erfolgreiche Studien über die Wirkung von CBD hört oder liest.

Und entsprechend den Leiden, die die Menschen behandeln wollen, haben sich die Produkte entwickelt. Es gibt sie für die innere Anwendung oder zum Auftragen auf die Haut. Ob Cannabis, oder speziell CBD, auch gegen Zahnleiden effektiv sein können, ist eine eher selten gestellte Frage.

CBD hat vielversprechende Eigenschaften für die Zahngesundheit

Die Grundvoraussetzungen für eine Wirksamkeit von CBD auch bei Erkrankungen der Zähne und des Mundraums sind ganz gut. Das Cannabinoid hat einen positiven Einfluss auf die Knochengesundheit, wirkt antioxidativ und entzündungshemmend. Die meisten Patienten mit Zahnschmerzen und Zahnkrankheiten könnten von diesen Eigenschaften profitieren. Diese Aussage ist zwar eine relativ logische Schlussfolgerung, wissenschaftliche Belege für sie sind jedoch rar. Es gibt auch einige positive Erfahrungsberichte von einigen Patienten über schmerzlindernde Wirkungen von CBD bei Zahnschmerzen. Andere jedoch berichten davon, dass keine Besserung eingetreten sei. Eine schnell eintretende Schmerzlinderung verspürten mehr Menschen bei der kombinierten Einnahme von CBD und THC.

Cannabidiol braucht mehr Zeit gegen Schmerzen

Für eine unmittelbar eintretende Schmerzreduktion durch Cannabinoide wird gern die gemeinsame Behandlung mit CBD und THC bevorzugt. THC führt eine Linderung von Schmerzen meist schneller herbei. Dennoch sollte CBD weder unterschätzt noch weggelassen werden. Sobald Schmerzen mit Entzündungen einhergehen, mit Knochenleiden oder Muskelverkrampfungen, ist CBD langfristig die erste Wahl. Denn lassen Krämpfe oder Entzündungen nach, werden dies auch die Schmerzen tun. Zahnschmerzen sind extrem häufig durch Infektionen verursacht. Daher ist eine Behandlung mit CBD durchaus sinnvoll und kann langfristig die Heilung unterstützen und die Beschwerden reduzieren. Die antibakteriellen und entzündungshemmenden Eigenschaften von CBD, vor allem in Verbindung mit dem vollen Spektrum der Wirkstoffe aus der Cannabispflanze, sind eine Wirkungskombination, die für Zahnerkrankungen gemacht zu sein scheint. Auch die Wirkungen auf den Knochenstoffwechsel sind von Vorteil. Denn sie bremsen den Knochenabbau bei Parodontitis.

CBD für die Zahngesundheit verwenden

Wer einen Schmerzenden Zahn mit CBD behandeln will, kann ein CBD-Öl, welches er für gewöhnlich unter die Zunge träufelt, direkt auf den betroffenen Zahn geben. Dazu vielleicht einen CBD-reichen Hanftee trinken und damit gründlich den Mund spülen. Ein CBD-Extrakt kann auch mit einem Tupfer oder Wattestäbchen auf Zahn und Zahnfleisch gebracht werden. Da der Zahn von außen nicht besonders gut Wirkstoffe aufnehmen kann, empfiehlt sich das abtupfen der Stelle um den Zahn herum. Insbesondere auch der Übergang zwischen Zahn und Zahnfleisch. CBD-Kapseln oder Öle oral als Schmerzmittel zunehmen, ist zwar nicht unmittelbar wirksam, wird aber auf Dauer auch zur Besserung beitragen. Denkbar ist ebenfalls, dass man sein CBD-Öl zur Zahnpasta hinzugibt und die Zähne damit putzt. Damit kann man zum Beispiel hervorragend vorbeugend etwas für die Zahngesundheit tun und das CBD-Produkt gelangt in alle Ecken. Wie effektiv CBD-reiche Zahnpaste ist, wäre eine interessante Frage, mit der sich die CBD-Forschung hoffentlich bald auseinandersetzt.

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CBD lindert Entzugs-Symptome bei Methamphetaminabhängigkeit

Noch immer wird Cannabidiol (CBD) gern als der sekundäre Wirkstoff von Cannabis bezeichnet. Tetrahydrocannabinol (THC) hat die eindeutig spürbarere unmittelbare Wirkung, da es psychoaktiv ist. Es wurde außerdem zuerst entdeckt und kommt in den meisten Cannabispflanzen auch in höherer Konzentration vor als CBD. Was allerdings die medizinische Relevanz anbelangt, so wird CBD zunehmend interessanter. Mittlerweile verwenden sehr viele Menschen das Cannabinoid zur Förderung der Gesundheit oder zur Behandlung zahlreicher Erkrankungen. Der wachsende wissenschaftliche Kenntnisstand öffnet immer mehr Möglichkeiten für den Einsatz von Cannabidiol.

Auch für die Suchtbehandlung wird CBD zunehmend bedeutend

Neben der Behandlung von Krankheiten gewinnt auch die Anwendung zur Linderung von Symptomen der Sucht an Bedeutung. Obwohl CBD keine Rauschzustände hervorrufen kann, hat es Auswirkungen auf den Gemütszustand des Anwenders. Es wirkt beruhigend, neuroprotektiv, und kann so Ängste und Nervosität lindern oder bei Schlaflosigkeit helfen. Diese Eigenschaften sind hilfreich bei der Bewältigung von Entzugs-Situationen. Australische Forscher haben kürzlich eine Studie zur Behandlung von Methamphetaminabhängigkeit erfolgreich durchgeführt.

Australische Forscher untersuchen CBD bei Methamphetaminabhängigkeit

In einer gemeinschaftlichen Forschungsarbeit der Macquarie University, der University of Sidney und der Lambert-Initiative haben sich die Wissenschaftler der drei Institutionen gezielt mit der Abhängigkeit von Methamphetamin auseinandergesetzt. Nachdem bereits erfolgreiche Studien zum Einsatz von CBD bei anderen Abhängigkeiten durchgeführt wurden, wollten sie das therapeutische Potenzial des Cannabinoids bei Methamphetaminsucht erforschen. Die Ergebnisse der Tierstudie sollen die Basis für die behördliche Genehmigung von klinischen Tests sein, denn die Mittel dazu stehen schon zur Verfügung.

CBD hemmt die Motivation der Sucht nachzugehen

Die vielversprechenden Ergebnisse wurden im Journal of Psychopharmacology veröffentlicht. Dort heißt es, Cannabidiol kann die Motivation senken, Methamphetamin zu konsumieren. Die 32 Ratten hatten in den Versuchen die Möglichkeit, sich durch Betätigen eines Hebels Methamphetamin selbst zu verabreichen. Manche Ratten hatten dies bis zu hundert Mal in der Stunde getan. Nach Verabreichen von Cannabidiol hat sich die Motivation den Hebel zu betätigen signifikant verringert. Auch die Neigungen rückfällig zu werden hat der Einsatz von CBD gesenkt. Die CBD-Dosis betrug für eine gute Wirkung 80 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht.

CBD könnte die erste medikamentöse Standardtherapie für Suchtbehandlung werden


Durch die deutlichen Resultate haben die drei Institutionen beantragt, dass Cannabidiol als Phamakotherapie für die Abhängigkeit von Methamphetamin in klinischen Versuchen getestet werden soll. Bisher gibt es kein zugelassenes Medikament, welches offiziell eine Therapie für die Sucht begleiten kann. Tatsächlich gibt bisher überhaupt keine Behandlung, die bei Meth-Sucht funktioniert. Man versucht nur auf psychosozialer Ebene dem Problem zu begegnen, oder auch mit Verhaltenstherapien. Die eigentlichen Symptome des Entzugs werden dadurch nicht gelindert. CBD bietet hier also eine neue Perspektive. Nach der Veröffentlichung der Studie bekommen die Wissenschaftler Rückmeldungen von Süchtigen, die selbst erfolgreiche Behandlungen mit Cannabidiol begannen.

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CBD zur Behandlung von Kindern mit Autismus

Eine aktuelle medizinische Studie, die in Scientific Reports veröffentlicht wurde zeigt Verbesserung der Symptome bei Kindern mit Autismus unter Anwendung von Cannabis-Präparaten mit hohem CBD-Gehalt.

Bei den Präparaten, die zum Einsatz kamen, wurde großen Wert darauf gelegt, dass sie möglichst wenig des berauschenden Cannabis-Wirkstoffs THC beinhalten. Cannabidiol teilt die psychoaktiven Eigenschaften von THC nicht, und gilt insofern für die Verwendung bei Kindern als unbedenklich.

THC-reiche Medikamente sind keine adäquate Behandlung für Kinder

Die Autismus-Spektrum-Störung (ASS) wird international Autism Spectrum Disorder (ASD) genannt und ist eine tiefgreifende Entwicklungsstörung. Sie beginnt bereits im frühen Kindesalter und bedeutet meist einen lebenslangen Bedarf an Hilfe und Unterstützung. Patienten haben Schwierigkeiten, persönliche Beziehungen zu Pflegen. Auch wirkt ihre Art zu sprechen, ihre Gestik und Körpersprache für Nicht-betroffene oft ungewöhnlich und befremdlich. Dies und die Tatsache, dass Autisten häufig stereotype, sich wiederholende Verhaltensabläufe praktizieren, verursachen einen weit verbreiteten Irrtum. Autismus bedingt nicht zwingend eine verminderte kognitive Leistung oder Intelligenz. Dies kommt zwar vor, aber es gibt ebenso extrem talentierte und begabte Autisten. Da es in den meisten Fällen im Kindesalter Diagnostiziert wird, ist eine Behandlung mit THC-haltigen Cannabis-Medikamenten nicht unbedingt empfehlenswert. Eine neue Studie weist darauf hin, das man mit Cannabidiol bei der Behandlung von Kindern mit der Autismus-Spektrum-Störung erstaunliche Erfolge erzielen kann.

CBD-Öl verspricht Erfolg bei ASS

Der Name der in Israel durchgeführten Studie ist Real Life Experience Of Medical Cannabis Treatment in Autism [1]. Sie zeigt signifikante Verbesserungen bei Patienten mit Autismus-Spektrum-Störungen, wenn sie mit Cannabis-Medikamenten behandelt werden, die niedrige THC- und hohe CBD-Konzentrationen beinhalten. 188 Kinder unterschiedlichen Alters, bei denen ASS diagnostiziert wurde, bekamen für die Untersuchung eine individuell abgestimmte Dosis eines Cannabis-Öls mit 30 Prozent CBD und nur 1,5 Prozent THC. Zu Beginn der Untersuchungen waren Rastlosigkeit (90,4%), Wutanfälle (79,8%) und Nervosität (78,7%) die häufigsten Symptome der Patienten. Sechs Monate nach der Studie konnte bei 80,1% der Patienten eine Verbesserung der Symptome bei täglicher Verabreichung des Cannabis-Öls festgestellt werden. Sie konnten mit dem Einsatz von CBD ihre allgemeine Lebensqualität steigern.

Cannabidiol-haltige Cannabis-Arznei kann Medikamentenbedarf reduzieren

Aber die Erfolge der Studie gehen noch darüber hinaus. 27 Patienten litten an Epilepsie. Von diesen berichteten 24 von einer Reduktion oder gar einem Verschwinden der Symptome. 34 Prozent der Studienteilnehmer verringerten durch das CBD-Öl ihre Medikamenteneinnahme und 20 Prozent setzten Antipsychotika zugunsten des Cannabis-Präparates vollständig ab. Nebenwirkungen gab es dabei nur wenige. 6,6 Prozent hatten das Gefühl einer gesteigerten Unruhe, 3,2 Prozent der Patienten machte das CBD-Öl schläfrig und bei weiteren 3,2 Prozent stellte sich doch eine leichte psychoaktive Wirkung ein. Die Aussichten auf eine erfolgreiche Behandlung von ASS mit CBD-haltigen Medikamenten sind dennoch sehr gut. Vielleicht könnte eine weitere Studie unter Verwendung eines CBD-Öls mit noch geringerem THC-Anteil Aufschluss darüber geben, ob man so die Nebenwirkungen weiter minimieren kann, und ob man dabei den gleichen Behandlungserfolg erzielt.

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CBC – Ein medizinischer Teamplayer unter den Cannabinoiden

Unter den vielen Cannabinoiden gehört Cannabichromen (CBC) bislang nicht gerade zu den bekannteren. Da es folglich bislang wenige Informationen zu seinem Nutzen gibt, ist CBC auch erst seit kurzer Zeit für die Forschung interessant geworden. Obwohl es im Vergleich zu Tetrahydrocannabinol (THC) nur in verhältnismäßig geringen Mengen im Hanf enthalten ist, hat sich dennoch gezeigt, dass es durchaus einen nicht zu unterschätzenden, medizinischen Wert besitzt.

Die Entstehung von CBC

Der Ursprung von CBC, wie der von THC und Cannabidiol (CBD), liegt in der Cannabigerolsäure (CBGA), die in Cannabis gebildet wird, und aus der die Vorstufen der Cannabinoide entstehen, CBDA, THCA, und eben auch CBCA. Durch Decarboxylierung wird dann schließlich CBCA in CBC umgewandelt, indem die Säure ihr CO2-Molekül verliert. Dies geschieht einerseits mit der Zeit automatisch, oder es kann durch die Einwirkung von Hitze beschleunigt werden. Cannabichromen kommt nur in geringen Konzentrationen in Cannabis vor, trotzdem ist es medizinisch wirksam und kann therapeutisch genutzt werden.

CBC als Verstärker für andere Cannabinoide

Einige neueren medizinischen Cannabis-Sorten enthalten beabsichtigt einen erhöhten Cannabichromen-Anteil. In einigen Strains ist CBC das Cannabinoid, welches in der zweithöchsten Konzentration vorliegt, noch vor Cannabidiol (CBD). In ihren Eigenschaften und Wirkungen sind sich CBD und CBC nicht unähnlich, beide weisen im Gegensatz zu THC keinerlei psychoaktive Effekte auf, wobei CBD den von THC generell hemmt, während CBC ihn verstärkt. Aber es sind nicht die Wirkungen der Cannabinoide im Vergleich, die CBC für die Medizin relevant machen. Nein, es sind die Synergien, die Cannabichromen mit Cannabinoiden wie THC und CBD zusammenwirken lassen. Sie verstärken ihre Effekte gegenseitig. Die Forschung zu der exakten Wirkungsweise und dem synergetischen Potential von CBC ist erst am Anfang, aber einige vielversprechende Eigenschaften von Cannabichromen haben sich schon gezeigt.

Cannabichromen wirkt antibakteriell

Die antibakterielle Wirkung von Cannabichromen wurde bereits im Jahr 1981 in einer Studie an der University of Mississippi festgestellt. CBC zeigte unter anderem Wirkung gegen Staphylokokken, Colibakterien, aber auch gegen zahlreiche Pilze, zum Beispiel schwarzen Schimmel. Obwohl der Staphylococcus aureus als resistenter MRSA Erreger bekannt und schwer zu bekämpfen ist, konnten einige Cannabinoide hier hilfreich eingesetzt werden, darunter auch CBC.

CBC hemmt Infektionen

Man hat in Tierstudien nachgewiesen, dass Entzündungen und Schwellungen (Ödeme), vor allem im Verdauungstrakt, durch den Einsatz von CBC reduziert werden können. Anders als andere Cannabinoide bindet CBC hierfür nicht an die Cannabinoid-Rezeptoren. Dadurch kann es in Verbindung mit anderen Cannabinoiden wie CBD oder THC eine erhöhte entzündungshemmende Effektivität bewirken. In Studien am Medical College of Virginia hat man 2010 herausgefunden, dass CBC zwar auch alleine entzündungshemmend wirkt, die Kombination mit selbst geringen THC-Mengen das Potential jedoch massiv erhöht, sogar wenn die THC-Konzentration nicht für psychoaktive Effekte ausreicht.

CBC gegen Schmerzen

Die analgetische Wirkung von Cannabichromen ist um einiges schwächer als die von THC. In der Kombination miteinander ist die Linderung der Schmerzen am effektivsten. Ähnlich wie CBD funktioniert die Wirkung auf Schmerzen bei CBC am besten auf Leiden, die im Zusammenhang mit der Wirbelsäule stehen, zu diesem Schluss kommt eine Studie aus dem Jahr 2011. Für chronische Schmerzen in diesem Bereich bergen beide Cannabinoide ein großes Potenzial.

Cannabichromen als Anti-Depressivum

Die Stimmungs-aufhellende Funktion von CBC wurde erst kürzlich, ebenfalls in der University of Mississippi, festgestellt. Diese Eigenschaft hat Cannabichromen zwar mit einer Reihe von Cannabinoiden gemein, doch scheinen sie bei CBC besonders signifikant ausgeprägt. Auch scheint CBC die Wirkung auf anderem Weg zu bewerkstelligen als THC, wie genau muss jedoch noch erschlossen werden.

Cannabichromen und das Gehirn

Nicht nur in der Symbiose mit anderen Substanzen der Cannabispflanze ist CBC nutzbar, soviel ist klar. Aber das unbekannte Cannabinoid hat auch durchaus Merkmale, die es besonders machen. CBC kann die Entwicklung des Gehirns fördern, erhöht die Lebensfähigkeit von Gehirnzellen und begünstigt die Regeneration von Nervenzellen (Neurogenese). Als Aufforderung zum Cannabiskonsum von Jugendlichen können diese Erkenntnisse jedoch nicht dienen. In der Hauptsache betreffen die Vorteile, die CBC (und CBG) für die Neurogenese und die Gehirnentwicklung bietet, eher Erwachsene Personen, deren zerebrale Entwicklung abgeschlossen ist.

CBC gegen den Krebs

Mit die interessanteste Entdeckung im Bezug auf Cannabichromen ist seine Eigenschaft, das Wachstum von Tumoren zu hemmen, worauf in mehreren Studien Hinweise gefunden wurden. Obwohl diese Wirkung nicht ausreichend durch Forschung entschlüsselt ist, geht man davon aus, dass Interaktionen mit dem körpereigenen Cannabinoid (Endocannabinoid) Anandamid mit der Krebs-hemmenden Wirkung in Verbindung stehen. Die weitere wissenschaftliche Erschließung des Potenzials von CBC scheint in jedem Falle vielversprechend.

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CBD in der Schwangerschaft

Mit Cannabidiol (CBD) helfen viele Menschen ihrer Gesundheit auf die Sprünge. Man lindert damit Symptome von Krankheiten, steigert sein Wohlbefinden, sorgt für Ruhe und Ausgeglichenheit. Viele, die sich für CBD begeistern, wollen damit ihre Gesundheit langfristig erhalten. Dafür nimmt man routiniert seine täglichen kleinen Dosen, zum Beispiel einige Tropfen CBD-Öl.

Der Einsatz von Cannabidiol sollte regelmäßig erfolgen

Der Einsatz von CBD funktioniert anders als eine Schmerztablette. Denn während man eine solche in aller Regel nur im akuten Schmerzzustand einnimmt, beruht eine sinnvolle Behandlung mit CBD meist auf einer gewissen Regelmäßigkeit. Das bedeutet, man nimmt es täglich zu sich. Wie ist es aber, wenn eine Frau schwanger wird? Kann sie eine CBD-Behandlung bedenkenlos fortsetzen oder muss man sie abbrechen? Oder hat die Einnahme von CBD in der Schwangerschaft vielleicht sogar einen besonderen Nutzen?

Cannabisprodukte haben noch immer ein Stigma

Wenn eine Frau in ihrer Schwangerschaft CBD nutzt, muss sie eventuell mit Diskussionen rechnen. Denn da das Cannabinoid aus der Cannabispflanze gewonnen wird, stehen manche dem skeptisch gegenüber. Man muss aber von vornherein sagen, dass die CBD-Produkte für gewöhnlich weniger als 0,2 Prozent des berauschenden Wirkstoffs Tetrahydrocannabinol (THC) beinhalten. Sie wirken also auf keinen Fall psychoaktiv. Daher sind die Öle und Extrakte, die aus Nutzhanf gewonnen werden, in vielen Geschäften und im Onlinehandel erhältlich. Cannabidiol gibt es auch in Produkten, die für Kinder oder Haustiere geeignet sind. Die Unbedenklichkeit der Substanz wurde auch jüngst von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bestätigt.

In der Schwangerschaft CBD in Maßen einnehmen

Der aktuelle Kenntnisstand zum Einsatz von CBD in der Schwangerschaft ist noch immer umstritten. Man macht sicher nichts falsch, wenn man hier nach der Devise weniger ist mehr vorgeht. Man senkt also seine Dosis in der Schwangerschaft auf das Minimum, das gerade den gewünschten Effekt auslöst. Wenn eine Frau in der Schwangerschaft allerdings Medikamente gegen Beschwerden einnimmt, kann sie guten Gewissens überprüfen, ob sie deren Einnahme zugunsten von CBD reduzieren kann. Denn es lässt sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sagen, dass CBD eine bessere Verträglichkeit gewährleisten kann.

CBD kann der werdenden Mutter und dem Kind helfen

Zu behaupten, dass die CBD-Einnahme in der Schwangerschaft ungefährlich ist, ist im Grunde nicht genug. Es gibt auch durchaus Stimmen, die sagen, dass gerade die schwangere Frau davon profitiert. Der Präsident von Medical Marijuana Inc., Dr. Stuart Titus, erklärt, dass die meisten Menschen unter einem Cannabinoidmangel leiden, auch gerade Frauen in der Schwangerschaft. Diesen auszugleichen kann helfen, die werdende Mutter und ihr Kind vor Leiden wie chronischer Müdigkeit, Demenz oder Fibromyalgie zu schützen. Aber CBD hat auch positive Effekte auf Symptome, die im Verlauf der Schwangerschaft auftreten können wie Übelkeit, Migräne, Angstzustände oder Depressionen. Bei diesen Beschwerden kann CBD eine natürliche, schonende Alternative zu herkömmlichen Medikamenten sein. Die entspannende Wirkung von CBD auf die Muskulatur kann auch die Schmerzen durch Kontraktionen lindern. Studien haben unter anderem gezeigt, dass CBD auch das Potenzial hat, eine Frühgeburt zu vermeiden.

Die beste Einnahmeform von CBD in der Schwangerschaft

Da Rauchen generell, aber auch insbesondere in der Schwangerschaft, schädlich für die Gesundheit sind, sollte man auf diese Form der Einnahme auch für CBD verzichten. Die sublinguale Einnahme eines guten CBD-Öls ist in der Schwangerschaft die Methode der Wahl. Man gibt sich die Tropfen unter die Zunge und versucht dann, sie so lange wie möglich im Mundraum zu halten, bevor man sie herunterschluckt. So wirkt CBD schnell, schonend und zuverlässig, für Mutter und Kind.

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