CBC – Ein medizinischer Teamplayer unter den Cannabinoiden

Unter den vielen Cannabinoiden gehört Cannabichromen (CBC) bislang nicht gerade zu den bekannteren. Da es folglich bislang wenige Informationen zu seinem Nutzen gibt, ist CBC auch erst seit kurzer Zeit für die Forschung interessant geworden. Obwohl es im Vergleich zu Tetrahydrocannabinol (THC) nur in verhältnismäßig geringen Mengen im Hanf enthalten ist, hat sich dennoch gezeigt, dass es durchaus einen nicht zu unterschätzenden, medizinischen Wert besitzt.

Die Entstehung von CBC

Der Ursprung von CBC, wie der von THC und Cannabidiol (CBD), liegt in der Cannabigerolsäure (CBGA), die in Cannabis gebildet wird, und aus der die Vorstufen der Cannabinoide entstehen, CBDA, THCA, und eben auch CBCA. Durch Decarboxylierung wird dann schließlich CBCA in CBC umgewandelt, indem die Säure ihr CO2-Molekül verliert. Dies geschieht einerseits mit der Zeit automatisch, oder es kann durch die Einwirkung von Hitze beschleunigt werden. Cannabichromen kommt nur in geringen Konzentrationen in Cannabis vor, trotzdem ist es medizinisch wirksam und kann therapeutisch genutzt werden.

CBC als Verstärker für andere Cannabinoide

Einige neueren medizinischen Cannabis-Sorten enthalten beabsichtigt einen erhöhten Cannabichromen-Anteil. In einigen Strains ist CBC das Cannabinoid, welches in der zweithöchsten Konzentration vorliegt, noch vor Cannabidiol (CBD). In ihren Eigenschaften und Wirkungen sind sich CBD und CBC nicht unähnlich, beide weisen im Gegensatz zu THC keinerlei psychoaktive Effekte auf, wobei CBD den von THC generell hemmt, während CBC ihn verstärkt. Aber es sind nicht die Wirkungen der Cannabinoide im Vergleich, die CBC für die Medizin relevant machen. Nein, es sind die Synergien, die Cannabichromen mit Cannabinoiden wie THC und CBD zusammenwirken lassen. Sie verstärken ihre Effekte gegenseitig. Die Forschung zu der exakten Wirkungsweise und dem synergetischen Potential von CBC ist erst am Anfang, aber einige vielversprechende Eigenschaften von Cannabichromen haben sich schon gezeigt.

Cannabichromen wirkt antibakteriell

Die antibakterielle Wirkung von Cannabichromen wurde bereits im Jahr 1981 in einer Studie an der University of Mississippi festgestellt. CBC zeigte unter anderem Wirkung gegen Staphylokokken, Colibakterien, aber auch gegen zahlreiche Pilze, zum Beispiel schwarzen Schimmel. Obwohl der Staphylococcus aureus als resistenter MRSA Erreger bekannt und schwer zu bekämpfen ist, konnten einige Cannabinoide hier hilfreich eingesetzt werden, darunter auch CBC.

CBC hemmt Infektionen

Man hat in Tierstudien nachgewiesen, dass Entzündungen und Schwellungen (Ödeme), vor allem im Verdauungstrakt, durch den Einsatz von CBC reduziert werden können. Anders als andere Cannabinoide bindet CBC hierfür nicht an die Cannabinoid-Rezeptoren. Dadurch kann es in Verbindung mit anderen Cannabinoiden wie CBD oder THC eine erhöhte entzündungshemmende Effektivität bewirken. In Studien am Medical College of Virginia hat man 2010 herausgefunden, dass CBC zwar auch alleine entzündungshemmend wirkt, die Kombination mit selbst geringen THC-Mengen das Potential jedoch massiv erhöht, sogar wenn die THC-Konzentration nicht für psychoaktive Effekte ausreicht.

CBC gegen Schmerzen

Die analgetische Wirkung von Cannabichromen ist um einiges schwächer als die von THC. In der Kombination miteinander ist die Linderung der Schmerzen am effektivsten. Ähnlich wie CBD funktioniert die Wirkung auf Schmerzen bei CBC am besten auf Leiden, die im Zusammenhang mit der Wirbelsäule stehen, zu diesem Schluss kommt eine Studie aus dem Jahr 2011. Für chronische Schmerzen in diesem Bereich bergen beide Cannabinoide ein großes Potenzial.

Cannabichromen als Anti-Depressivum

Die Stimmungs-aufhellende Funktion von CBC wurde erst kürzlich, ebenfalls in der University of Mississippi, festgestellt. Diese Eigenschaft hat Cannabichromen zwar mit einer Reihe von Cannabinoiden gemein, doch scheinen sie bei CBC besonders signifikant ausgeprägt. Auch scheint CBC die Wirkung auf anderem Weg zu bewerkstelligen als THC, wie genau muss jedoch noch erschlossen werden.

Cannabichromen und das Gehirn

Nicht nur in der Symbiose mit anderen Substanzen der Cannabispflanze ist CBC nutzbar, soviel ist klar. Aber das unbekannte Cannabinoid hat auch durchaus Merkmale, die es besonders machen. CBC kann die Entwicklung des Gehirns fördern, erhöht die Lebensfähigkeit von Gehirnzellen und begünstigt die Regeneration von Nervenzellen (Neurogenese). Als Aufforderung zum Cannabiskonsum von Jugendlichen können diese Erkenntnisse jedoch nicht dienen. In der Hauptsache betreffen die Vorteile, die CBC (und CBG) für die Neurogenese und die Gehirnentwicklung bietet, eher Erwachsene Personen, deren zerebrale Entwicklung abgeschlossen ist.

CBC gegen den Krebs

Mit die interessanteste Entdeckung im Bezug auf Cannabichromen ist seine Eigenschaft, das Wachstum von Tumoren zu hemmen, worauf in mehreren Studien Hinweise gefunden wurden. Obwohl diese Wirkung nicht ausreichend durch Forschung entschlüsselt ist, geht man davon aus, dass Interaktionen mit dem körpereigenen Cannabinoid (Endocannabinoid) Anandamid mit der Krebs-hemmenden Wirkung in Verbindung stehen. Die weitere wissenschaftliche Erschließung des Potenzials von CBC scheint in jedem Falle vielversprechend.

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CBD in der Schwangerschaft

Mit Cannabidiol (CBD) helfen viele Menschen ihrer Gesundheit auf die Sprünge. Man lindert damit Symptome von Krankheiten, steigert sein Wohlbefinden, sorgt für Ruhe und Ausgeglichenheit. Viele, die sich für CBD begeistern, wollen damit ihre Gesundheit langfristig erhalten. Dafür nimmt man routiniert seine täglichen kleinen Dosen, zum Beispiel einige Tropfen CBD-Öl.

Der Einsatz von Cannabidiol sollte regelmäßig erfolgen

Der Einsatz von CBD funktioniert anders als eine Schmerztablette. Denn während man eine solche in aller Regel nur im akuten Schmerzzustand einnimmt, beruht eine sinnvolle Behandlung mit CBD meist auf einer gewissen Regelmäßigkeit. Das bedeutet, man nimmt es täglich zu sich. Wie ist es aber, wenn eine Frau schwanger wird? Kann sie eine CBD-Behandlung bedenkenlos fortsetzen oder muss man sie abbrechen? Oder hat die Einnahme von CBD in der Schwangerschaft vielleicht sogar einen besonderen Nutzen?

Cannabisprodukte haben noch immer ein Stigma

Wenn eine Frau in ihrer Schwangerschaft CBD nutzt, muss sie eventuell mit Diskussionen rechnen. Denn da das Cannabinoid aus der Cannabispflanze gewonnen wird, stehen manche dem skeptisch gegenüber. Man muss aber von vornherein sagen, dass die CBD-Produkte für gewöhnlich weniger als 0,2 Prozent des berauschenden Wirkstoffs Tetrahydrocannabinol (THC) beinhalten. Sie wirken also auf keinen Fall psychoaktiv. Daher sind die Öle und Extrakte, die aus Nutzhanf gewonnen werden, in vielen Geschäften und im Onlinehandel erhältlich. Cannabidiol gibt es auch in Produkten, die für Kinder oder Haustiere geeignet sind. Die Unbedenklichkeit der Substanz wurde auch jüngst von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bestätigt.

In der Schwangerschaft CBD in Maßen einnehmen

Der aktuelle Kenntnisstand zum Einsatz von CBD in der Schwangerschaft ist noch immer umstritten. Man macht sicher nichts falsch, wenn man hier nach der Devise weniger ist mehr vorgeht. Man senkt also seine Dosis in der Schwangerschaft auf das Minimum, das gerade den gewünschten Effekt auslöst. Wenn eine Frau in der Schwangerschaft allerdings Medikamente gegen Beschwerden einnimmt, kann sie guten Gewissens überprüfen, ob sie deren Einnahme zugunsten von CBD reduzieren kann. Denn es lässt sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sagen, dass CBD eine bessere Verträglichkeit gewährleisten kann.

CBD kann der werdenden Mutter und dem Kind helfen

Zu behaupten, dass die CBD-Einnahme in der Schwangerschaft ungefährlich ist, ist im Grunde nicht genug. Es gibt auch durchaus Stimmen, die sagen, dass gerade die schwangere Frau davon profitiert. Der Präsident von Medical Marijuana Inc., Dr. Stuart Titus, erklärt, dass die meisten Menschen unter einem Cannabinoidmangel leiden, auch gerade Frauen in der Schwangerschaft. Diesen auszugleichen kann helfen, die werdende Mutter und ihr Kind vor Leiden wie chronischer Müdigkeit, Demenz oder Fibromyalgie zu schützen. Aber CBD hat auch positive Effekte auf Symptome, die im Verlauf der Schwangerschaft auftreten können wie Übelkeit, Migräne, Angstzustände oder Depressionen. Bei diesen Beschwerden kann CBD eine natürliche, schonende Alternative zu herkömmlichen Medikamenten sein. Die entspannende Wirkung von CBD auf die Muskulatur kann auch die Schmerzen durch Kontraktionen lindern. Studien haben unter anderem gezeigt, dass CBD auch das Potenzial hat, eine Frühgeburt zu vermeiden.

Die beste Einnahmeform von CBD in der Schwangerschaft

Da Rauchen generell, aber auch insbesondere in der Schwangerschaft, schädlich für die Gesundheit sind, sollte man auf diese Form der Einnahme auch für CBD verzichten. Die sublinguale Einnahme eines guten CBD-Öls ist in der Schwangerschaft die Methode der Wahl. Man gibt sich die Tropfen unter die Zunge und versucht dann, sie so lange wie möglich im Mundraum zu halten, bevor man sie herunterschluckt. So wirkt CBD schnell, schonend und zuverlässig, für Mutter und Kind.

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Cannabinol – Großes Potential in geringer Konzentration

Von den über 80 Cannabinoiden, die in Cannabis enthalten sind, haben es bis heute nur zwei ins Rampenlicht geschafft, und werden von einer breiten Öffentlichkeit wahrgenommen. THC war das erste, das für die Forschung, aber auch für Konsumente, die Cannabis zum Genuss gebrauchen, von Interesse war. Mittlerweile ist Cannabidiol (CBD) immer mehr in den Mittelpunkt gerückt, auch die Medizin zeigt wachsende Bemühungen seine pharmakologische Wirkung zu erkunden, vor allem, weil es nicht high macht, also keine psychoaktiv Eigenschaften aufweist.

Durch die rechtliche Situation wird die Popularität von CBD in der Gesellschaft außerdem begünstigt, da Produkte, die es beinhalten legal auf dem Markt verfügbar sind, während THC sich nach wie vor auf dem Schwarzmarkt verstecken muss. Insgesamt haben die weltweiten Liberalisierungen dazu beigetragen, dass die die Wissenschaft, und damit die Menschheit, die Pflanze mit ihren vielen Substanzen etwas genauer unter die Lupe nehmen kann, Cannabinoide und Terpene. Unter diesen befindet sich auch Cannabinol, oder kurz CBN.

Wie entsteht Cannabinol?

CBN ist ebenfalls psychoaktiv, wenn auch in wesentlich geringerem Maß, lediglich etwa ein zehntel des psychoaktiven Potentials von THC hat es. In ihrem Ursprung gehen viele Cannabinoide auf Cannabigerolsäure (CBGA) zurück, die von den Enzymen (Synthasen), die die Pflanze natürlich produziert, in Cannabinoide umgewandelt werden, darunter Cannabidiol-Carbonsäure (CBDA) und Tetrahydrocannabinol-Carbonsäure (THCA). Durch Hitze und UV-Strahlung wird THCA wiederum umgewandelt in THC, aber auch in CBN. Bei getrocknetem Cannabis kann auch durch Oxidationsprozesse THCA in CBNA konvertiert werden. CBNA wird, analog zum Prozess bei THC(A), durch Licht und Hitze in CBN umgewandelt. Im Verlauf der Herstellung von Haschisch wird beispielsweise auch viel THC zu CBN.

Wie funktioniert CBN?

Anders als THC, welches an CB1-Rezeptoren bindet, hat Cannabinol eher Bezug zum CB2-Rezeptor. CBN hat einen Siedepunkt von 185 Grad Celsius, bei Temperaturen nahe der Raumtemperatur ist es in einem festen, kristallinen Zustand und farblos. Cannabisprodukte mit einem hohen CBN-Anteil werden in ihrer Wirkung als sedierend beschrieben. Cannabinol soll nach neuesten Erkenntnissen einen großen Anteil an der beruhigenden Eigenschaft von Cannabis haben. Will man eine Erhöhung des CBN-Gehalts bei Cannabis vermeiden, so sollte es möglichst nicht lange gelagert werden, und wenn, dann trocken, dunkel und kühl, um die Oxidation auszubremsen. Für Genuss-Konsumenten mögen diese Informationen interessant sein, für ihr Verständnis darüber, warum das eine oder andere Gras mehr oder weniger müde macht. Für den medizinischen Gebrauch ist das Wissen um diese Dinge eine Frage von präziser, zielgerichteter Behandlung. In der Regel wird ein Patient sein Cannabis-Medikament über einen längeren Zeitraum nehmen müssen. Da wäre es nicht hilfreich, wenn er über den Tag ein Medikament einnimmt, welches durch unsachgemäße Behandlung und Lagerung sedierende Wirkungen entfaltet.

Der medizinische Einsatz von CBN

Auf der anderen Seite kann eben auch ein erhöhter CBN-Gehalt gewollt sein, für Patienten, die das Cannabis nachts gegen Schlafstörungen einnehmen. Aber CBN hat medizinisch noch mehr zu bieten, es gilt als antibakteriell und kann in äußerlicher Anwendung gegen Verbrennungen, und auch gegen MRSA-Erreger (Methicillin-resistenter Staphylococcus Aureus) eingesetzt werden, die für schwer zu behandelnde Infektionen verantwortlich sind. CBN regt das Knochenwachstum (z.B. bei Osteoporose, oder nach Knochenbrüchen) an, kann bei Übelkeit und Erbrechen helfen oder Muskelspasmen reduzieren. Auch scheint Cannabinol das Wachstum mancher Tumore zu verringern.

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Alles über CBD Salben, Balsam und Cremes

Unser Körper kann von CBD auf viele verschiedene Arten profitieren. Dabei muss es es nicht zwingend geraucht oder in Form eines Öls angewandt werden. Salben und Cremes mit CBD können auf die Haut aufgetragen werden, um beispielsweise Symptome entzündlicher Hautkrankheiten wie Schuppenflechte oder Neurodermitis zu behandeln.

Auch als „Topicals“ bezeichnet, bezieht sich dieser Begriff auf die topische Anwendung auf der Haut. Die Haut ist das größte Organ des menschlichen Körpers und CBD und andere Cannabinoide können darüber aufgenommen werden. Cremes, Lotionen oder Salben werden mit Cannbidiol versetzt und besitzen ein vielversprechendes Potenzial für die Linderung von örtlich auftretenden Schmerzen, Muskelkater und Entzündungen oder Hautkrankheiten wie Psoriasis oder Neurodermitis. Besonders bei entzündlichen Hautkrankheiten ist CBD aufgrund seiner entzündungshemmenden Eigenschaften interessant.

Während der legale Markt in den USA Produkte wie Cannabinoid-Pflaster oder andere innovative Anwendungsformen zulässt, findet man in Europa Cremes und Salben mit CBD für die Anwendung auf der Haut. Dabei sind Lotionen, die mit Cannbinoiden angereichert wurden, keineswegs ein Phänomen der Neuzeit. Es gibt Berichte über Praktiken im alten Ägypten, wo Cannabinoid-haltige Salben als Desinfektionsmittel, Entzündungshemmer und für die Behandlung lokaler Beschwerden wie Schmerzen verwendet wurden.

Genau wie CBD-Öl besitzen Salben keinen oder kaum relevanten THC-Gehalt und man muss sich keine Sorgen über psychoaktive Nebenwirkungen machen.

Wie wirken CBD-Cremes ?

Das Endocannabinoid-System ist über unseren gesamten Körper verteilt und auch in der Haut stecken jede Menge seiner Rezeptoren. Durch das Auftragen von CBD-haltigen Salben werden diese aktiviert. Cannabinoide gelangen durch die Haut nicht in unseren Blutkreislauf, sondern interagieren mit den Rezeptoren an der jeweiligen Körperstelle. Dadurch entfaltet Cannabidiol seine nützlichen Eigenschaften auf umliegende Zell- und Gewebsschichten der Haut und kann beschädigte Zellen reparieren oder Entzündungen lindern.

Welche Symptome können mit CBD-haltigen Salben behandelt werden?

Die Indikationen für die Anwendung einer CBD-Salbe sind vielfältig und beinhalten Schmerzen, Muskelkater, Verspannungen oder Entzündungen. Es gibt aber auch jede Menge anekdotische Berichte, die auf ein viel breiteres Wirkungsspektrum schließen lassen. Dazu zählt zum Beispiel die Behandlung von Schuppenflechte, Dermatitis und Juckreiz oder Krämpfe.

Neben den Cannabinoiden in der Salbe richtet sich die Anwendung auch nach weiteren Bestandteilen des Produkts. Zur Entspannung der Muskeln nach starker Belastung eignet sich beispielsweise eine Lotion mit kühlendem Effekt durch Menthol oder Minze. Bei der Behandlung von Schmerzen können wärmende Cremes zusammen mit der Wirkung von Cannabidiol für Linderung sorgen.

Der Vorteil einer Salbe ist, dass sie gezielt auf betroffene Stellen aufgetragen werden kann. Während CBD seine Wirkung durch die orale Einnahme auf den gesamten Körper entfaltet, kann die Salbe gezielt auf Schwellungen, die zum Beispiel in Folge einer entzündlichen Erkrankung an den Gelenken auftritt, aufgetragen werden.

Wie werden CBD-Salben hergestellt ?

Für die Herstellung benötigt das CBD ein Trägermaterial. Bei Ölen entscheidet man sich dabei häufig für Kokosöl, Olivenöl oder Hanfsamenöl. Das Cannabidiol wird aus zertifizierten Nutzhanfpflanzen extrahiert und mit dem Öl versetzt, das als Transportmittel für Cannabinoide dient.

Für CBD-reiche Salben und Cremes wird das Öl mit einem Wachs versetzt. Ein beliebtes Trägermaterial ist Bienenwachs. Es gibt aber auch pflanzliche Wachse wie Candelilla-Wachs aus den Blättern der mexikanischen Candelilla-Pflanze. Diese Art von Wachs kommt häufig für vegane Produkte zum Einsatz.

Am besten sieht man sich die Liste aller Inhaltsstoffe an, um das individuell beste Produkt zu finden.

Wie wird eine CBD-Salbe angewendet ?

Wenn möglich sollte der Bereich zunächst mit Wasser und Seife abgewaschen werden, um Schmutz oder Ölansammlungen zu beseitigen. Man will beste Voraussetzungen schaffen, damit die Haut die Wirkstoffe in der Salbe optimal aufnehmen kann.

Obwohl von CBD so gut wie keine Nebenwirkungen bekannt sind, kann die Haut unter Umständen auf andere Inhaltsstoffe der Salbe empfindlich reagieren. Es empfiehlt sich, eine kleine Menge der Creme auf eine Hautstelle aufzutragen und eventuelle Reaktionen zu beobachten. Ist alles gut, kann sie auf der betroffenen Stelle einmassiert werden. Am besten lässt man die Creme eine Zeit lang an der frischen Luft einziehen, bevor die Stelle mit Kleidung bedeckt wird.

CBD-Cremes und -Salben sind hochwertige Produkte, mit denen sich akute Beschwerden gut behandeln lassen. Die zusätzlichen Inhaltsstoffe versorgen die Haut mit Feuchtigkeit und schützen sie, während geschädigte Zellen von den nützlichen Eigenschaften von Cannabidiol profitieren können. Auch gesunder Haut können CBD-Salben eine wohltuende Wirkung bieten. Sie versorgen die Haut durch natürliche Inhaltsstoffe mit Feuchtigkeit und schützen vor Hautirritationen.

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4 häufige Irrtümer in Bezug auf CBD Öl

Obwohl CBD bereits in der breiten Öffentlichkeit angekommen ist, gibt es immer noch ein paar Dinge, die für Verwirrung sorgen. Das liegt hauptsächlich an fehlender Aufklärung über Themen wie Cannabinoide oder die Funktionsweise des menschlichen Endocannabinoid-Systems. Und während die Wissenschaft immer neuere Erkenntnisse sammelt, kommt die öffentliche Diskussion darüber eher langsam voran.

Irrtum 1: CBD-Öl ist ein Allheilmittel

Obwohl Cannabidiol ein großes medizinisches Potenzial besitzt, kann CBD keineswegs als Allheilmittel für verschiedene Krankheiten und Beschwerden bezeichnet werden. CBD-Öl ist ein Nahrungsergänzungsmittel mit therapeutischen Eigenschaften, die nützliche Auswirkungen haben oder Beschwerden lindern können. „Heilen“ ist jedoch eine ganz andere Sache.

Es wäre nicht gerecht, CBD als Heilmittel zu bezeichnen. Das trifft zwar in gewisser Weise zu, hängt aber auch mit den Erwartungen von Patienten, die verzweifelt auf der Suche nach einer neuen Behandlungsmethode für schwere Erkrankungen sind, zusammen. Von Wirk- oder Heilversprechen sollte bei CBD abgesehen werden.

Die medizinischen Eigenschaften von CBD, wie die Linderung von Schmerzen oder Angst, dienen außerdem eher der Symptombehandlung. Cannabidiol besitzt ohne Frage interessante Eigenschaften, aber es ist wichtig, dass Menschen nicht mit Behauptungen über die allheilende Wirkung in die Irre geführt werden.

Irrtum 2: CBD-Öl ist psychoaktiv

Falsch! Für viele Menschen ist klar, dass CBD eine psychoaktive Wirkung haben muss. Schließlich ist es ein Cannabinoid der Hanf- bzw. Cannabispflanze. Stattdessen sorgt ein anderer Wirkstoff für die bewusstseinsverändernde Wirkung: THC.

Der menschliche Körper produziert körpereigene Cannabinoide, die im Zusammenspiel mit unserem Endocannabinoid-System wichtige Funktionen regulieren und den Organismus im Gleichgewicht halten. Die sogenannten Phytocannabinoide können verschiedene Reaktionen bewirken, die von Wissenschaftlern und Ärzten immer noch erforscht werden. Eine Sache ist aber sicher, CBD ist nicht psychoaktiv.

Irrtum 3: CBD stammt nicht von derselben Pflanze wie THC

Die Cannabis-Familie ist ziemlich groß und vielfältiger, als man auf den ersten Blick erwarten könnte. Cannabis Indica und Cannabis Sativa sind Bezeichnungen für eine bestimmte Genetik der Pflanze. Sie beziehen sich auf Ursprung, Aussehen und Wirkung. Sativa- oder Indica-Pflanzen enthalten in der Regel einen hohen Gehalt des psychoaktiven Cannabinoids THC. Das bedeutet nicht, dass diese Pflanzen keine anderen Cannabinoide bilden. Sie enthalten sehr wohl auch CBD, CBN und andere Verbindungen, die aber in einer weitaus geringeren Konzentration vorkommen. Cannabis Ruderalis ist eine Gattung der Hanfgewächse, die von Natur aus wenig THC enthalten und in der Natur vorkommen.

Das bei uns erhältliche CBD stammt aber von zertifizierten Hanfpflanzen, die einen vernachlässigbaren THC-Gehalt besitzen. Es gibt also Sorten die über die Jahre mit einem höheren CBD-Anteil gezüchtet wurden und bei denen dafür der THC Gehalt so gering ist, dass der Anbau in den meisten Ländern zu industriellen Zwecken, zur Gewinnung von Hanfsamen, Fasern oder für die Extraktion von CBD etc. möglich ist.

Irrtum 4: CBD-Öl ist illegal

Da CBD nicht psychoaktiv ist, gilt es in so gut wie allen Ländern der Erde als legal. Bereits vor einiger Zeit hatte die EU die sogenannte Novel Food Verordnung eingeführt. Als Novel Food gelten bestimmte Lebensmittel, die vor einem bestimmten Datum noch nicht verkauft wurden. Trotz der Unklarheiten in der Umsetzung der Regelung will Österreich zum Beispiel Backwaren oder andere Lebensmittel mit CBD in Zukunft verbieten. Ähnliche Probleme haben deutsche Anbieter von CBD-Blüten, die beispielsweise als Tee verkauft werden. Denn die Weitergabe von Blüten, egal wie hoch der THC-Gehalt ist, ist in Deutschland nur zu industriellen Zwecken erlaubt. Des Weiteren muss ein Missbrauch ausgeschlossen werden können.

CBD-Öl ist bisher weder als Novel Food eingestuft worden, noch fällt es unter Bestimmungen für die industrielle Weitergabe. Als Nahrungsergänzungsmittel ist CBD frei verkäuflich.

Sich mit Fehlinformationen und Irrtümern auseinanderzusetzen und die Wirkungsweise von Cannabinoiden zu verstehen, ist ein wichtiger Punkt im Umgang mit CBD. Letztendlich ist Verständnis auch immer das Ergebnis von Bildung und Aufklärung.

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CBD zur Regulierung des Blutdrucks

Cannabis hat mittlerweile viel von seinem schlechten Ruf als Drogenpflanze verloren. Und nicht nur zum Genusskonsum erfreut sich die Pflanze großer Beliebtheit. In den letzten Jahren stand der medizinische Einsatz von Cannabinoiden, insbesondere von ∆9-Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD) im Mittelpunkt vieler wissenschaftlicher Untersuchungen. Diese Forschung könnte nun Patienten mit Bluthochdruck zugute kommen.

Bluthochdruck kann lebensbedrohlich werden

Nach den aktuellen Zahlen der American Heart Association leiden 34 Prozent der Erwachsenen und 11 Prozent der Kinder an Bluthochdruck. Sie sind also medizinisch ausgedrückt hypertensiv. Der Bluthochdruck gehört weltweit zu den Hauptursachen für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Somit ist er auch eine der häufigsten Todesursachen. Der klassische Bluthochdruck wird arterielle Hypertonie genannt. Er stellt ein durchaus gefährliches Krankheitsbild dar, bei dem der Blutdruck des arteriellen Gefäßsystems chronisch erhöht ist. Zur Behandlung bevorzugt die klassische Schulmedizin eine medikamentöse Therapie, die leider sehr häufig keine wirkliche Besserung erreicht. Außerdem treten auch unerwünschte Nebenwirkungen auf. Die Blutdrucksenker können Schwindel, Benommenheit, Schwächegefühle, Schwellung von Schleimhäuten und anderen Körperteilen, Reizhusten und der gleichen mehr verursachen. CBD könnte zu den ACE-Hemmern und anderen Pharmaka eine schonendere Alternative darstellen.

CBD als alternativer Blutdrucksenker

Cannabidiol (CBD) hat nachweislich entzündungshemmende, anxiolytische, antiemetische, antioxidative und antipsychotische Eigenschaften (->). Neuere Forschungen zeigen vielversprechende Ergebnisse, die nahe legen, dass CBD eine Alternative zu herkömmlichen Blutdrucksenkern sein kann. Eine kürzlich an neun gesunden Männern durchgeführte Studie sollte die unmittelbare Wirkung einer Einzeldosis CBD auf den Blutdruck untersuchen. Dabei stellte sich heraus, dass bereits die einmalige Einnahme den Druck in den Arterien senkt, sowohl im Ruhezustand, als auch unter Belastung. CBD wirkt auf die Blutgefäße und die regulatorischen Hirnzentren, um den Bluthochdruck zu reduzieren, davon gehen die Wissenschaftler nun aus. Aber in Ermangelung an verfügbaren, belastbaren Studienergebnissen ist über diese mögliche antihypertensive Wirkung noch nicht viel bekannt. Präklinische Studien an Ratten haben ergeben, dass im Gehirn ein bestimmter Zelltyp namens Mikroglia bei Bluthochdruck aktiviert wird und verschiedene Moleküle produziert, die zu lokalen Entzündungen beitragen. CBD verhindert nachweislich die Aktivierung von Mikroglia und reduziert die Entzündungen. Eine solche Reduktion der Mikroglia-Aktivierung durch CBD kann nicht nur zu einer Neuroprotektion führen, sondern auch zu einer Senkung des Blutdrucks. Aber die Senkung des Blutdrucks durch CBD findet nicht nur im Gehirn, sondern auch in den Gefäßen selbst statt. Die Funktion der innersten Zellschicht, Endothel genannt, wird durch die entzündungshemmende und antioxidativen Eigenschaften von CBD verbessert. Also wird der Blutdruck in Folge der Erweiterung der Gefäße reduziert.

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CBD zur Behandlung von Kindern mit Autismus

Eine aktuelle medizinische Studie, die in Scientific Reports veröffentlicht wurde zeigt Verbesserung der Symptome bei Kindern mit Autismus unter Anwendung von Cannabis-Präparaten mit hohem CBD-Gehalt.

Bei den Präparaten, die zum Einsatz kamen, wurde großen Wert darauf gelegt, dass sie möglichst wenig des berauschenden Cannabis-Wirkstoffs THC beinhalten. Cannabidiol teilt die psychoaktiven Eigenschaften von THC nicht, und gilt insofern für die Verwendung bei Kindern als unbedenklich.

THC-reiche Medikamente sind keine adäquate Behandlung für Kinder

Die Autismus-Spektrum-Störung (ASS) wird international Autism Spectrum Disorder (ASD) genannt und ist eine tiefgreifende Entwicklungsstörung. Sie beginnt bereits im frühen Kindesalter und bedeutet meist einen lebenslangen Bedarf an Hilfe und Unterstützung. Patienten haben Schwierigkeiten, persönliche Beziehungen zu Pflegen. Auch wirkt ihre Art zu sprechen, ihre Gestik und Körpersprache für Nicht-betroffene oft ungewöhnlich und befremdlich. Dies und die Tatsache, dass Autisten häufig stereotype, sich wiederholende Verhaltensabläufe praktizieren, verursachen einen weit verbreiteten Irrtum. Autismus bedingt nicht zwingend eine verminderte kognitive Leistung oder Intelligenz. Dies kommt zwar vor, aber es gibt ebenso extrem talentierte und begabte Autisten. Da es in den meisten Fällen im Kindesalter Diagnostiziert wird, ist eine Behandlung mit THC-haltigen Cannabis-Medikamenten nicht unbedingt empfehlenswert. Eine neue Studie weist darauf hin, das man mit Cannabidiol bei der Behandlung von Kindern mit der Autismus-Spektrum-Störung erstaunliche Erfolge erzielen kann.

CBD-Öl verspricht Erfolg bei ASS

Der Name der in Israel durchgeführten Studie ist Real Life Experience Of Medical Cannabis Treatment in Autism [1]. Sie zeigt signifikante Verbesserungen bei Patienten mit Autismus-Spektrum-Störungen, wenn sie mit Cannabis-Medikamenten behandelt werden, die niedrige THC- und hohe CBD-Konzentrationen beinhalten. 188 Kinder unterschiedlichen Alters, bei denen ASS diagnostiziert wurde, bekamen für die Untersuchung eine individuell abgestimmte Dosis eines Cannabis-Öls mit 30 Prozent CBD und nur 1,5 Prozent THC. Zu Beginn der Untersuchungen waren Rastlosigkeit (90,4%), Wutanfälle (79,8%) und Nervosität (78,7%) die häufigsten Symptome der Patienten. Sechs Monate nach der Studie konnte bei 80,1% der Patienten eine Verbesserung der Symptome bei täglicher Verabreichung des Cannabis-Öls festgestellt werden. Sie konnten mit dem Einsatz von CBD ihre allgemeine Lebensqualität steigern.

Cannabidiol-haltige Cannabis-Arznei kann Medikamentenbedarf reduzieren

Aber die Erfolge der Studie gehen noch darüber hinaus. 27 Patienten litten an Epilepsie. Von diesen berichteten 24 von einer Reduktion oder gar einem Verschwinden der Symptome. 34 Prozent der Studienteilnehmer verringerten durch das CBD-Öl ihre Medikamenteneinnahme und 20 Prozent setzten Antipsychotika zugunsten des Cannabis-Präparates vollständig ab. Nebenwirkungen gab es dabei nur wenige. 6,6 Prozent hatten das Gefühl einer gesteigerten Unruhe, 3,2 Prozent der Patienten machte das CBD-Öl schläfrig und bei weiteren 3,2 Prozent stellte sich doch eine leichte psychoaktive Wirkung ein. Die Aussichten auf eine erfolgreiche Behandlung von ASS mit CBD-haltigen Medikamenten sind dennoch sehr gut. Vielleicht könnte eine weitere Studie unter Verwendung eines CBD-Öls mit noch geringerem THC-Anteil Aufschluss darüber geben, ob man so die Nebenwirkungen weiter minimieren kann, und ob man dabei den gleichen Behandlungserfolg erzielt.

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CBD zur Behandlung chronischer Wunden

Das Endocannabinoid-System des menschlichen Körpers gehört mit seinen vielen Funktionen zum Nervensystem. Es ist zu großen Teilen noch unerforscht, einige Fakten sind aber doch bekannt. Zum Beispiel ist bekannt, dass bei einem gesunden Körper zahlreiche körpereigene Cannabinoide im System regulierende Aufgaben erfüllen. Und man weiß auch, dass man mit der Zufuhr von Cannabinoiden wie THC und CBD im Fall einiger Erkrankungen positive Effekte erzielen kann. Ein Mangel an Endocannabinoide kann durch die Einnahme von Cannabinoiden aus der Cannabispflanze ausgeglichen werden.

CBD hilft nicht nur bei Krankheiten sondern auch bei Verletzungen

Cannabidiol (CBD) ist nur einer von über hundert Inhaltsstoffen der Hanfpflanze. Aber es ist aus medizinischer Sicht einer der bedeutendsten. CBD kann bei einer langen Reihe von Krankheiten hilfreich sein und positive Effekte erzielen. Unser Endocannabinoid-System kann mit dem von außen zugeführten CBD mittels Rezeptoren arbeiten. Die zwei bisher bekannten Rezeptoren CB1 und CB2 erfüllen unterschiedliche Aufgaben und sind auch unterschiedlich verortet. CB1 Rezeptoren befinden sich hauptsächlich im Gehirn und im Verdauungssystem. CB2 Rezeptoren hingegen sitzen auf Zellen, welche für unser Immunsystem und die Gesundheit der Knochenstruktur verantwortlich sind. CBD aktiviert die Rezeptoren und reguliert dadurch Prozesse des Immunsystems. Das macht es unter anderem wertvoll in der Behandlung schwerer Erkrankungen wie AIDS, Krebs, Multiple Sklerose oder dem Tourette Syndrom. Aber auch für Wunden kommt die Anwendung von CBD in Frage.

CBD in der Wundheilung gegen Schmerz und Entzündungen

Mittlerweile gibt es auch Studienergebnisse über das Potenzial von Cannabidiol in der Wundheilung. Im Fall der Wundversorgung lässt sich CBD äußerlich in Form von Salben oder Cremes anwenden. Hier kommen in erster Linie zwei Effekte von CBD zum tragen, die Schmerzlinderung und die entzündungshemmende Wirkung. Diese Verbindung ist für die Behandlung von Wunden hervorragend. Zunächst wird der Schmerz etwas gelindert, und durch die entzündungshemmende Eigenschaft wird er noch weiter reduziert. Mit einer Kombination aus äußerlichen Anwendung auf der Wunde und der Einnahme zu Beispiel eines CBD-Öls sollte man die bestmögliche Wirkung erhalten, gegen den Schmerz und für die Wundheilung. Tatsächlich ist die äußerliche Anwendung von CBD auf der Haut an verletzten Stellen effektiver, da die in der Regel fettigen CBD-Öle oder Salben auf intakter Haut schlechter absorbiert werden.

Cannabinoide regulieren die Prozesse der Haut

Viele Studien mit Beweiskraft für die Wirkung von CBD bei Wunden gibt es noch nicht. Pharmaunternehmen sind nicht sehr daran interessiert, da sie kein Patent auf Cannabis oder die Inhaltsstoffe erhalten können. Aus Überlieferungen weiß man aber, dass Cannabis seit tausenden von Jahren zur Wundbehandlung eingesetzt wurde, beispielsweise bei Schnittverletzungen, Brand- oder Schürfwunden. Aber immerhin hat man in den letzten Jahren bestätigt, dass das Endocannabinoid-System an sämtlichen Prozessen beteiligt ist, die in der Haut ablaufen. CB1 und CB2 Rezeptoren wurden sowohl in der Oberhaut(Epidermis) als auch in der Lederhaut (Dermis) festgestellt. Außerdem hat man in den beiden Hautschichten auch die Endocannabinoide Anandamid und 2-AG nachgewiesen. Die Konzentration dieser Endocannabinoide in der Haut steigt infolge von Verletzungen und Entzündungen an, was darauf schließen lässt, dass sie regulatorische Funktionen der Wundheilung übernehmen. Die bisherigen wissenschaftlichen Untersuchungen geben Anlass, davon auszugehen, dass eine Wundbehandlung mit CBD die Heilung begünstigt. Mehr groß angelegte Studien könnten aber noch mehr tun als nur diese Annahme zu untermauern. Sie könnten die notwendigen Informationen für die Entwicklung gezielter Behandlungsmethoden mit CBD bei Verletzungen oder chronischen Wunden liefern.

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Stoffwechselstörungen – Störungen des Fettstoffwechsels (zu hohes Cholesterin), exkl. Lipidosen – Mukoviszidose

Ihr Endocannabinoid-System könnte sich auf Ihren Stoffwechsel auswirken

Die Forschungsgruppe von Dr. George Kunos des National Institutes of Health/Abteilung für Neuroendokrinologie stellte einige ihrer Forschungsergebnisse zu einem antagonistisch wirkenden Dual-Target-Cannabinoid-Rezeptor 1 (CB1r) vor, der auch andere Rezeptoren für Leberfibrosen und Entzündungen beeinflusst. Eine Leberfunktionsstörung resultiert häufig aus dem Zusammenspiel von alkoholbedingten Lebererkrankungen, Virusinfektionen und Typ-2-Diabetes/Übergewicht/Fettleber (metabolisches Syndrom). Die Forschungsgruppe stellte eine ganze Reihe von Stoffen in synthetischer Form her, die funktionelle Vorteile in Bezug auf die Fettreduzierung, einen verbesserten Blutzuckerstoffwechsel und Fettleber bringen, wobei weitaus weniger Substanzen in das Gehirngewebe eindringen. Diese Stoffe hemmen die Wirkung von CB1-Rezeptoren in den Peripheriebereichen (Leber, Fett, Muskeln) und verhindern gleichzeitig Nebenwirkungen im Gehirn/Verhalten. Obwohl sie sich noch in einer frühen Entwicklungsphase befinden, geben diese Stoffe Grund zur Hoffnung und eröffnen die Möglichkeit, dass natürlich vorkommende Stoffe das Endocannabinoidsystem zur Bekämpfung von Übergewicht, des metabolischen Syndroms, einer Kohlenhydratintolerenz und zur Reduzierung von Bauchfett und viszeralem Fettgewebe beeinflussen können. In anderen Worten: Wir können möglicherweise einen Teil des unermüdlichen Stoffwechsels unserer Jugend wieder zurückgewinnen, der es uns möglich machte, uns nicht so viel Gedanken ums Essen zu machen und dabei trotzdem in Form zu bleiben.

Wie wirken sich verschiedene Cannabiswirkstoffe auf unterschiedliche CB1 Rezeptoren aus?

D. Lu, HI Ali et al. von Texas A&M und UConn erläuterten eine neue Methode zur Untersuchung und Bezeichnung von Wirkstoffen in Cannabis (und darüber hinaus), die sich anders auf den CB1-Rezeptor auswirken als THC. THC ist als orthosterischer Agonist oder Ligand von CB1 bekannt, was bedeutet, dass THC der „Schlüssel“ ist, der direkt an den CB1-Rezeptor (das „Schloss“) bindet. Allosterische Liganden hingegen sind Stoffe, die an einer alternativen Stelle an den Rezeptor binden können, um die Intensität, Dauer oder Art der nachgeschalteten Signalkaskade dieses Rezeptors zu beeinflussen. Dies bedeutet also, dass die Verwendung von allosterischen Bindungsstellen bei Rezeptoren gegenüber orthosterischen Bindungsstellen (herkömmliche Andockstellen) differenziertere Reaktionen ermöglichen, die einige Effekte (z. B. eine entzündungshemmende Wirkung, einen Schmerzlinderungseffekt) ermöglichen, während gleichzeitig jedoch unerwünschten Nebenwirkungen (z. B. Psychoaktivität, Angstzustände, Verfolgungswahn) auftreten können.

CBD kann antipsychotische Eigenschaften aufweisen

Schizophrenie ist eine psychische Erkrankung, die sich durch Wahnvorstellungen, Halluzinationen, Verwirrtheit und formale Denkstörungen auszeichnet. Die allgemein übliche medikamentöse Behandlung von Schizophrenie erfolgt in Form von Medikamenten, die auf Dopaminrezeptoren abzielen. Während THC als Cannabinoid gerade in hohen Dosen für einige Nebenwirkungen verantwortlich ist, wie Angstzustände, paranoide Symptome und Halluzinationen, hat CBD in diesen Bereichen ein erfolgsversprechendes Potenzial gezeigt. J. Renard, J. Loureiro et al. von der University of Western Ontario präsentierten in diesem Zusammenhang Untersuchungsergebnisse, die die antipsychotischen Eigenschaften von CBD noch weiter unterstützen, einschließlich einiger der grundlegenden molekularen Signalmechanismen in bestimmten Bereichen des Gehirns.

CBD könnte sich auch für verschiedene neurodegenerative Erkrankungen eignen

C.E. Herron et al. vom University College of Dublin, Irland, hat CBD als nicht psychotropen Bestandteil von Cannabis als potenzielles Therapeutikum für eine Reihe von neurodegenerativen Erkrankungen, darunter Alzheimer-Demenz, untersucht. CBD hat entzündungshemmende und neuroprotektive Effekte auf toxische Beta-Amyloid-Plaques und Gehirnzellen, in denen sich Proteinbündel aus dem so genannten Tauprotein gebildet haben. Mit diesen neuen Daten wurde an Tiermodellen gezeigt, dass mit einer Vorbehandlung mit CBD die Defizite bei der Langzeitpotenzierung (LTP) geschützt und wiederhergestellt werden konnten, die für die Gedächtnisfunktion im Hippocampus des Gehirns unerlässlich ist. Diese positiven Effekte wurden trotz unveränderter Oligomerisierung der Tau- bzw. Beta-Amyloid-Proteine beobachtet.

CBG kann Muskelschwund bei verschiedenen Krankheiten vorbeugen

D.I. Brierley et al. von der University of Reading, Berkshire, Großbritannien, stellte interessante Daten darüber bereit, wie CBG (Cannabigerol) den Muskelschwund des für Krebs typischen Anorexie-Kachexie-Syndroms abschwächen können, der bei 80 % der Patienten mit fortgeschrittenem Krebsstadium auftritt. Diese Komorbidität mindert nicht nur die Lebensqualität und den Behandlungserfolg, sondern führt auch zu einer höheren Sterberate. Es gibt mittlerweile genug Beweise, die zeigen, dass sowohl Krebs als auch Chemotherapien aufgrund der von den Chemotherapien selbst hervorgerufenen systemischen Entzündungen, Stoffwechselstörungen und zytotoxischen Effekte progressiven Muskelschwund hervorrufen. Diese neuen Daten belegen, dass sich bei einer oralen Verabreichung von CBG bei Ratten, die eine Chemotherapie mit Cisplatin erhielten, nicht nur das Fressverhalten verbesserte, sondern auch der Gewichtsverlust und Muskelschwund, die mit der Gabe von Cisplatin einhergingen, teilweise rückgängig gemacht werden konnten. Die so wichtigen Muskelfasertypen IIa und IIx (die am effektivsten bei Belastungen sind und eine hohe Kraftkapazität, großes Wachstumspotenzial und einen hohen Ermüdungswiderstand haben) schienen in der Behandlungsgruppe mit CBG vom Muskelschwund verschont zu werden. Es sind noch weitere Untersuchen notwendig, um den diesem schützenden Effekt zugrunde liegenden Mechanismen weiter auf den Grund zu gehen. Das Ganze könnte sich auf die Wege auswirken, die die Synthese/den Anabolismus von Muskelproteinen oder den Abbau/Katabolismus von Muskelproteinen steuern… oder beides!

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