Pura Vida CBD Tee mit 4% CBD

Pura Vida CBD Tees mit 4% CBD ist in Deutschland frei verkäuflich und kann wie normaler Tee konsumiert werden. Im Gegensatz zu medizinischem Cannabis ist er weitestgehend frei von Tetrahydrocannabinol (THC).

THC kann in Spuren vorkommen, der THC-Wert darf bei Nutzhanf jedoch 0,2 % nicht überschreiten. Nutzhanf wird vor allem zur Gewinnung von Hanffasern verwendet. Zur Herstellung der CBD-Rohstoffpaste wird die Blüte genutzt. Weitere Produkte aus Nutzhanf sind Hanfsamen, fettes Hanföl und ätherisches Hanföl. In letzter Zeit wird der Nutzhanf auch für die Herstellung von CBD-haltigen Produkten genutzt. Im Nutzhanf findet sich nämlich das Cannabinoid Cannabidiol (CBD). Dieses fand in den letzten Jahren große Beachtung bei Wissenschaftlern. Zahlreiche Untersuchungen zeigten, dass CBD bei verschiedenen Erkrankungen hilfreich sein kann.

CBD-haltige Arzneimittel sind nur mit ärztlichem Rezept, CBD-haltige Nahrungsergänzungsmittel sind ohne Rezept erhältlich. Im Handel werden letztere meist in Form von öligen CBD-Tropfen angeboten. Eine günstige Alternative hierzu ist die Zubereitung eines Tees aus Nutzhanf. Hierbei muss auf die richtige Aktivierung des Cannabidiols geachtet werden. Dies geschieht mittels der sogenannten Decarboxylierung. Anders als für CBD-haltige Arzneimittel kann für Nutzhanftee keine Kostenübernahme der CBD-Therapie bei der Krankenkasse beantragt werden.

Ein Vorteil des CBD-Tees im Vergleich zu Produkten mit isoliertem CBD: In einem CBD-reichem Tee (oder auch einem Vollspektrum-CBD-Öl) aus Nutzhanf finden sich neben dem CBD noch viele weitere Inhaltsstoffe. Wie israelische Forscher herausfanden, verhelfen diese dem CBD zu einer besseren Wirkung.

Cannabis-Tee aus CBD-reichem Nutzhanf: Aktivierung von CBD mittels Decarboxylierung

Im Nutzhanf findet sich CBD nur teilweise in seiner Reinform, sondern auch als sogenannte Carboxylsäure (CBDA). CBDA ist im Vergleich zu CBD relativ wirkungslos. Für eine optimale Wirkung sollte CBDA vor der Anwendung deshalb zu CBD umgewandelt werden. Der dafür notwendige Prozess heißt Decarboxylierung.

Bei oder vor der Teezubereitung müssen die Inhaltsstoffe aktiviert werden.

Die vollständige Decarboxylierung von CBDA wird durch Hitze erreicht. Nutzhanftee sollten hierfür lange genug Hitze ausgesetzt werden. Generell gilt: Bei niedrigen Temperaturen wird eine längere Zeit benötigt als bei höheren Temperaturen. Für die Decarboxylierung sind zwei verschiedene Methoden anwendbar. Bei der einen (Erhitzen im Backofen) geschieht die Decarboxylierung vor der Teezubereitung, bei der anderen währenddessen.

Teezubereitung

Für eine Portion Tee wird ein gehäufter Teelöffel mit 1/3 Liter Wasser und etwas Fett (zum Beispiel ein Teelöffel Sahne oder Kokosfett) eine Stunde lang bei geschlossenem Deckel auf kleiner Flamme gekocht. Das CBD wird nach der Decarboxylierung vom Fett gebunden und kann dann besser aufgenommen werden. Um den Arbeitsaufwand zu minimieren können Sie eine größere Menge Tee kochen und diese im Kühlschrank für bis zu drei Tage lang aufbewahren. Unser Tipp für mehr Terpene im Tee: Nach dem Kochen kann dem Tee noch etwas Nutzhanf hinzugefügt werden, der dann bei geschlossenem Deckel noch 15 Minuten ziehen sollte. So gelangen auch verschiedene Terpene des Hanfs in den Tee, die sich während des Kochvorgangs verflüchtigt haben.

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Geschmack mit Profil – Terpene

Noch vor einigen Jahren wussten nur Hanffreunde mit sehr großem Hang zum Theoretischen was ein Terpen ist. Heute ist es in Verbindung mit Cannabis in aller Munde, gut, das war es früher auch, nur wusste eben kaum jemand Bescheid. Mit der globalen Cannabis Renaissance, vor allem in medizinischer Hinsicht, schwappte das Wort in Forschungsergebnissen über Wirkstoff-Zusammenhänge spezifischer Cannabis-Sorten auf bestimmte Krankheiten oder Symptome mit in das gängige Vokabular der interessierten Hanfgemeinde von heute.

Was sind Terpene?

Wenn im Folgenden der Begriff Terpene gebraucht wird, dann werden damit auch Terpenoide mit eingeschlossen. Terpene leiten sich von Isopren ab. Isopren ist eine einfache Kohlenwasserstoffverbindung (C5H8), Terpene wiederum sind Verbindungen dieser Kohlenwasserstoffe. Terpenoide beinhalten zusätzlich zu den Kohlenwasserstoffmolekülen noch mehr funktionale Gruppen aus anderen chemischen Elementen.
Terpene und Terpenoide sind nicht erst durch Cannabisforschung bekannt geworden. Sie geben der Natur die vielen Aromen, Gerüche und Geschmäcker. Und so wurden sie schon seit Jahrhunderten isoliert und industriell verwendet, zum Beispiel für die Herstellung von Parfum und Kosmetik. Mittlerweile hat man festgestellt, dass viele Terpene auch aus medizinischen Aspekten interessant sind, da sie zum einen Einzelwirkungen haben, und zum anderen sowohl mit anderen Terpenen und Terpenoiden, als auch zum Beispiel mit Cannabinoiden in Wechselwirkungen interagieren. Die Wechselwirkungen von Cannabinoiden untereinander und in Kombination mit Terpenen sind sehr komplex, und werden der Wissenschaft noch viel Stoff zur Forschung liefern. Diese vielfältigen Effekte begründen auch die unterschiedlichen Wirkungsweisen verschiedener Cannabis-Sorten.

Isolierte Terpene

Von Kosmetik bis zur Lebensmitteltechnik, überall wird mit den Terpenen, also den Aromen aus der Natur, gearbeitet. Cannabis soll über 120 verschiedene Terpene beinhalten, man geht davon aus, dass es insgesamt weit über 30.000 verschiedene Terpene und Terpenoide gibt. Einige der bereits bekannten Terpene, die Hanfpflanzen enthalten können, sind bereits bezüglich ihres Aromas und auch ihrer pharmakologischen Wirkung erforscht. Und sie kommen noch in vielen anderen Pflanzen vor, bei manchen kann man dies am Geruch nachvollziehen.

Limonen

Wie der Name unschwer erkennen lässt, ist Limonen für den bei Cannabis beliebten Zitrus-Duft zuständig, und nicht nur bei Cannabis. Auch Zitrusfrüchte, Pfefferminze und Wachholder enthalten das Terpen. Medizinisch relevant macht es seine Blutdruck senkende, antibakterielle und antidepressive Wirkung, aber auch gegen Pilze oder Sodbrennen soll es gut sein.
Es wird gerne in der Lebensmittelproduktion oder zur Herstellung von Parfum verwendet, als Fettlöser eingesetzt, aber auch bei Cannabisextrakten dient es als Geschmacksverstärker.

Myrcen

Das in Cannabis in höchster Konzentration enthaltene Terpen heißt Myrcen. Es kommt außerdem in Zitronengras, Thymian, Hopfen und Eisenkraut vor. Das Aroma ist Hopfen-artig, harzig und krautig, wenn es sehr konzentriert ist, kann es stechend sein. Wie Limonen hat es eine antidepressive Wirkung, ist darüber hinaus antiseptisch, und kann in Krebstherapien helfen. In Cannabis begünstigt Myrcen die Wirkung von THC, indem es die Durchlässigkeit der Zellmembranen erhöht, so dass mehr THC ins Blut gelangen kann. Motorische Entspannung und sedative Effekte wurden bei Tests an Mäusen festgestellt, sowohl bei Myrcen als auch bei Limonen. Industriell wird Myrcen seines Geruchs wegen hauptsächlich für die Herstellung von Kosmetikprodukten eingesetzt.

Pinen

Ein weiteres Terpen, das in Cannabis sehr häufig zu finden ist, ist Pinen, genauer gesagt kommt es in zwei unterschiedlichen Strukturen (Isomere) vor. Alpha Pinen und Beta Pinen können durch trockene Destillation aus Koniferen-Holz gewonnen werden (Terpentin). Andere Pflanzen, die Pinen enthalten, sind Kiefer, Fichte, Salbei, Beifuß, und Eukalyptus und viele mehr. Kein Terpen kommt in der Natur häufiger vor und das Aroma erklärt sich durch den Namen und die Vertreter der Nadelbäume, die es auch beinhalten, von selbst. Pinen wirkt antibiotisch, antibakteriell und entzündungshemmend. Es kann als Bronchospasmolytikum eingesetzt werden. In Produkten wie Öle, Wachsen und Farben wird Pinen verarbeitet.

Linalol

Auch Linalol kann man neben Cannabis in hunderten anderer Pflanzen finden, Minze, Zimt, Birke, aber auch in Zitrusfrüchten. Auch von diesem Terpenoid gibt es Isomere, S-Linalol und R-Linalol. S-Linalol hat einen blumigen und süßen Duft, während R-Linalol ein holziges Aroma hat. Linalol kommt auch in Lavendel vor, was bereits sehr lange für seine beruhigende und Angst lösende Wirkung geschätzt wird. In der Industrie werden zigtausend Tonnen Linalol verbraucht, meist als Geruchs- oder Geschmacksstoff.

Beta-Caryophyllen

Ihm verdanken Gewürznelken, Rosmarin und Hopfen ein Teil ihres Aromas. BCP, wie Beta-Caryophyllen ab gekürzt genannt wird, ist ein besonders interessantes Terpen, weil es ein sehr aktiver Wirkstoff in Cannabis ist. Es kann sich an den Cannbinoid-Rezeptor CB2 binden, und beschleunigt dort entzündungshemmende Effekte. Leider ist es auch die Substanz in Marihuana, die durch Drogenhunde aufgespürt werden kann.

In diesem sehr kleinen Auszug aus den Wirkungen von Terpenen und Terpenoiden wird deutlich, dass mit so vielen einzelnen Effekten, zuzüglich ihrer Wechselwirkungen untereinander, die weitere Forschung in Sachen Cannabis-Medizin, aber auch von Terpenen allgemein, noch viele Möglichkeiten zu Tage fördern wird. Aber auch die Industrie hat Terpene lange schon für sich entdeckt und wird mit wachsender Verfügbarkeit von Cannabis weltweit von der Vielfalt der Aromen profitieren, die die Pflanze zu bieten hat.

Terpene in Hanf Extrakten und CBD-Öl

Alle erwähnten Terpene sind auch sehr beliebt um CBD Öle damit anzureichern. Zwar stammt das CBD auch aus der Hanfpflanze, insofern bringt die Extraktion je nach Verfahren bereits einen gewissen Terpen-Gehalt mit sich, dieser ist in der Regel aber sehr gering. Durch das Zusetzen von Terpenen wird nicht nur das Aroma eines CBD Öls, sondern auch seine Wirksamkeit verbessert. Den Grund dafür nennt man den Entourage-Effekt. Dieser besagt, dass eine Pflanzenarznei im ganzen verabreicht wirksamer ist als die isolierten Wirkstoffe einzeln, was soviel bedeutet, dass die Terpene die Wirkung des CBD´s günstig beeinflussen und umgekehrt. Die Cannabinoide und Terpene sind in Wechselwirkungen verbunden. Einige der pharmakologischen Effekte der Terpene und Terpenoide werden dementsprechend auch durch das CBD unterstützt und verstärkt. So kommt es, dass ein Vollextrakt auch dann wirksamer sein kann als ein reines CBD Öl, welches kaum Terpene beinhaltet.

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CBD lindert Entzugs-Symptome bei Methamphetaminabhängigkeit

Noch immer wird Cannabidiol (CBD) gern als der sekundäre Wirkstoff von Cannabis bezeichnet. Tetrahydrocannabinol (THC) hat die eindeutig spürbarere unmittelbare Wirkung, da es psychoaktiv ist. Es wurde außerdem zuerst entdeckt und kommt in den meisten Cannabispflanzen auch in höherer Konzentration vor als CBD. Was allerdings die medizinische Relevanz anbelangt, so wird CBD zunehmend interessanter. Mittlerweile verwenden sehr viele Menschen das Cannabinoid zur Förderung der Gesundheit oder zur Behandlung zahlreicher Erkrankungen. Der wachsende wissenschaftliche Kenntnisstand öffnet immer mehr Möglichkeiten für den Einsatz von Cannabidiol.

Auch für die Suchtbehandlung wird CBD zunehmend bedeutend

Neben der Behandlung von Krankheiten gewinnt auch die Anwendung zur Linderung von Symptomen der Sucht an Bedeutung. Obwohl CBD keine Rauschzustände hervorrufen kann, hat es Auswirkungen auf den Gemütszustand des Anwenders. Es wirkt beruhigend, neuroprotektiv, und kann so Ängste und Nervosität lindern oder bei Schlaflosigkeit helfen. Diese Eigenschaften sind hilfreich bei der Bewältigung von Entzugs-Situationen. Australische Forscher haben kürzlich eine Studie zur Behandlung von Methamphetaminabhängigkeit erfolgreich durchgeführt.

Australische Forscher untersuchen CBD bei Methamphetaminabhängigkeit

In einer gemeinschaftlichen Forschungsarbeit der Macquarie University, der University of Sidney und der Lambert-Initiative haben sich die Wissenschaftler der drei Institutionen gezielt mit der Abhängigkeit von Methamphetamin auseinandergesetzt. Nachdem bereits erfolgreiche Studien zum Einsatz von CBD bei anderen Abhängigkeiten durchgeführt wurden, wollten sie das therapeutische Potenzial des Cannabinoids bei Methamphetaminsucht erforschen. Die Ergebnisse der Tierstudie sollen die Basis für die behördliche Genehmigung von klinischen Tests sein, denn die Mittel dazu stehen schon zur Verfügung.

CBD hemmt die Motivation der Sucht nachzugehen

Die vielversprechenden Ergebnisse wurden im Journal of Psychopharmacology veröffentlicht. Dort heißt es, Cannabidiol kann die Motivation senken, Methamphetamin zu konsumieren. Die 32 Ratten hatten in den Versuchen die Möglichkeit, sich durch Betätigen eines Hebels Methamphetamin selbst zu verabreichen. Manche Ratten hatten dies bis zu hundert Mal in der Stunde getan. Nach Verabreichen von Cannabidiol hat sich die Motivation den Hebel zu betätigen signifikant verringert. Auch die Neigungen rückfällig zu werden hat der Einsatz von CBD gesenkt. Die CBD-Dosis betrug für eine gute Wirkung 80 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht.

CBD könnte die erste medikamentöse Standardtherapie für Suchtbehandlung werden


Durch die deutlichen Resultate haben die drei Institutionen beantragt, dass Cannabidiol als Phamakotherapie für die Abhängigkeit von Methamphetamin in klinischen Versuchen getestet werden soll. Bisher gibt es kein zugelassenes Medikament, welches offiziell eine Therapie für die Sucht begleiten kann. Tatsächlich gibt bisher überhaupt keine Behandlung, die bei Meth-Sucht funktioniert. Man versucht nur auf psychosozialer Ebene dem Problem zu begegnen, oder auch mit Verhaltenstherapien. Die eigentlichen Symptome des Entzugs werden dadurch nicht gelindert. CBD bietet hier also eine neue Perspektive. Nach der Veröffentlichung der Studie bekommen die Wissenschaftler Rückmeldungen von Süchtigen, die selbst erfolgreiche Behandlungen mit Cannabidiol begannen.

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Cannabidiol und Magersucht

Anorexia Nervosa oder Magersucht ist eine Essstörung, bei der Betroffene krampfhaft versuchen, Gewicht zu verlieren. Es hat sich gezeigt, dass bei dieser Krankheit die Homöostase des Endocannabinoid-Systems gestört ist. Das gibt Grund zur Annahme, dass Cannabidiol mit seiner regulierenden Wirkung und medizinischen Eigenschaften positive Auswirkungen auf den Verlauf der Essstörung haben kann.

Anorexia Nervosa

Bei Patienten mit Magersucht ist der Wunsch Gewicht zu verlieren, so groß, dass es häufig zu lebensbedrohlicher Unterernährung oder anderen schweren gesundheitlichen Problemen kommt.

Es handelt sich dabei um die psychische Erkrankung mit der höchsten Sterblichkeitsrate. Davon betroffen sind vor allem junge Mädchen und Frauen. Immer häufiger leiden aber auch Jungen und Männer unter Magersucht. Die Krankheit bricht häufig in der Pubertät um das 14. Lebensjahr aus.

Um mit Magersucht diagnostiziert zu werden, müssen mehrere Faktoren zusammenkommen. Betroffene haben oftmals den Wunsch nach übertriebener Schlankheit, haben eine verzerrte Wahrnehmung des eigenen Körpers sowie krankhafte Angst davor, Gewicht zuzunehmen.

Mithilfe von extremen Hungern, übermäßig viel Sport oder Abführ- und Entwässerungsmitteln versuchen Patienten, Gewicht zu verlieren. Außerdem wird bei Magersucht extrem auf die Kalorienzufuhr geachtet. Das kann richtig gefährlich werden, denn das Gewicht von Betroffenen kann 25% oder mehr unter dem Normalgewicht liegen. Selbst in einem solchen Fall empfinden sich Magersüchtige noch als zu dick. Ein weiterer entscheidender Punkt der Krankheit ist die nicht realistische Selbsteinschätzung.

Menschen, die an Anorexie leiden, haben oft Versagensängste und erleben die Kontrolle über ihr Gewicht als Erfolg. Mit einhergeht ständiges Wiegen, um diesen Erfolg messen zu können. Durch das ständige Zählen von Kalorien und der Zubereitung kalorienarmer Speisen beschäftigen sich Magersüchtige paradoxerweise die meiste Zeit mit Essen, nehmen aber selten an gemeinsamen Mahlzeiten teil. Signale des Körpers wie Hunger oder Müdigkeit werden mit der Zeit immer schwächer wahrgenommen.

Dauert die Krankheit länger an, kann es zu schwerwiegenden körperlichen Problemen wie Störungen der Fruchtbarkeit, Haarausfall, Osteoporose, häufiges Frieren, Nierenschäden, Herz-Kreislauferkrankungen, Kreislaufprobleme bzw. Ohnmacht, Probleme im Magen-Darm-Bereich oder Zahnschäden kommen. Zu den physischen Symptomen kommen psychische Probleme wie depressive Verstimmungen oder selbstverletzendes Verhalten.

Therapie

Magersucht ist eine ernste und schlimme Erkrankung, die auch Familie und Freunde von Patienten extrem belasten kann. Therapieansätze umfassen Psychotherapie mit einer begleitenden Ernährungsberatung. Betroffene lernen dabei, sich ausgewogen zu ernähren und wie sie Essen wieder ohne Angst und ständiges Kalorienzählen das Essen genießen können.

Die Rolle des Endocannabinoid-Systems bei der Nahrungsaufnahme

Wir erfahren immer mehr über die Bedeutung des Endocannabinoid-Systems unseres Körpers, das für viele wichtige Regulationsmechanismen eine zentrale Rolle einnimmt.

In einer Studie aus dem Jahr 2005 wurde nachgewiesen, dass Personen mit Magersucht oder einer sogenannten „Binge-Eating-Störung“ eine signifikant höhere Konzentration des Cannabinoids Anandamid im Blut hatten. Das Endocannabiniod-System scheint gestört zu sein. Patienten mit Bulimie zum Beispiel wiesen normale Blutwerte auf. Außerdem konnte man beobachten, dass die Anandamid-Konzentration mit dem Hormon Ghrelin zusammenhängt, das bei der Nahrungsaufnahme und Appetitregulierung eine wichtige Rolle spielt.

Ghrelin stimuliert das Nervensystem und damit letztendlich unser Gehirn, um bei leerem Magen ein Hungergefühl zu erzeugen und unser Essverhalten zu beeinflussen. Bei Patienten in einer Chemotherapie können bestimmte Medikamente die Freisetzung von Ghrelin hemmen und man verspürt selbst bei leerem Magen kein Hungergefühl.

In einer Studie verglichen Forscher die Gehirne gesunder Frauen mit denen von Anorexie- und Bulimiepatientinnen. Es hat sich gezeigt, dass bei Frauen mit Magersucht ein Anstieg der CB1-Rezeptorendichte in bestimmten Regionen des Gehirns beobachtet werden konnte, während gesunde Frauen eine erhöhte Rezeptorendichte in anderen Regionen aufwiesen. Außerdem kamen die bei den erkrankten Teilnehmerinnen natürliche Cannabinoide in einer signifikant niedrigeren Konzentration vor.

Man kam zu dem Schluss, dass der Anstieg der CB1-Rezeptorendichte bei Anorexie Patientinnen als Ergebnis der Kompensation einer Unterfunktion des Endocannabinoid-Systems zurückzuführen sei. Außerdem könne der Anstieg mit einer Störung des Belohnungssystems zusammenhängen.

Cannabidiol und Anorexie

CBD ist eines der wichtigsten Phytocannbinoide und kann mit seinen medizinischen Eigenschaften nützlich für unsere Gesundheit sein. Cannabidiol bindet sich an die Cannabinoid-Rezeptoren unseres Körpers und wirkt entzündungshemmend, schmerzstillen, antipsychotisch und angstlösend.

Auf dieser Grundlage scheint die Anwendung von CBD für die Linderung von Angstzuständen bezüglich der Gewichtszunahme möglich. Geht man davon aus, dass bei Magersucht das Endocannabinoid-System gestört ist, besitzt CBD das Potenzial, das komplexe System aus Rezeptoren wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Darüber hinaus kann das Cannabinoid ein schwaches System wieder ankurbeln.

Dadurch, dass CBD keine psychoaktive Wirkung besitzt und generell so gut wie keine Nebenwirkungen hervorruft, kann die Behandlung der Symptome von Magersucht mit Cannabidiol sinnvoll sein. Um Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten auszuschließen, sollte die Anwendung vorher mit einem Arzt besprochen werden.

CBD-Produkte gibt es in verschiedenen Konzentrationen. Am vielversprechendsten sind bei schweren Erkrankungen wie Magersucht Produkte mit einem hohen CBD-Gehalt wie Öle oder CBD-Kristalle. Achten Sie beim Kauf auf die Verwendung biologisch angebauter Nutzhanfpflanzen, die mit einem zertifizierten Verfahren weiterverarbeitet und ohne Pestizide oder aggressive chemische Düngemittel angebaut wurden.

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Cannabidiol bei Glutenunverträglichkeit

Gluten ist das Speicherprotein im Weizenkeimling. Der Einfachheit halber wird der Begriff aber auch für alle Getreidearten verwendet. Das Protein kann vom menschlichen Körper nur schwer verdaut werden und zu Schäden im Verdauungstrakt führen. Bei Menschen mit Glutenunverträglichkeit kann das Weizenprotein Entzündungen im Magen-Darm-Trakt sowie Immunreaktionen begünstigen. Ein besonders schwerer Fall von Glutenunverträglichkeit ist die Autoimmunerkrankung Zöliakie.

Risikofaktor Gluten

Während manche Menschen nach dem Verzehr von Getreideprodukten keine Probleme haben, kann Gluten in manchen Fällen unverdaut im Darm bleiben und dort Schäden anrichten, oder auf anderem Wege unverdaut in den Körper gelangen. Unser Körper nimmt es dann als Fremdprotein wahr und bildet Antikörper. Es kommt zu Glutenunverträglichkeit oder Zöliakie. Gluten kann Darmzellen aber auch direkt angreifen, die Nährstoffaufnahme dadurch behindern und Zellen langfristig schädigen. Gluten kann per se nicht als ungesund abgestempelt werden. Für Menschen mit Glutenunverträglichkeit ist das Eiweiß aber ein echtes Problem.

Zu den Symptomen einer Glutenunverträglichkeit zählen Übelkeit, Erbrechen, der Bauch bläht sich auf, Bauchschmerzen, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Konzentrationsschwierigkeiten oder Durchfall. Manchmal hat man nach dem Verzehr von Gluten auch einfach nur das Gefühl, das etwas nicht stimmt.

Es gibt verschiedene Arten von Glutenunverträglichkeit. Eine davon ist die Autoimmunerkrankung Zöliakie, die ausschließlich durch Gluten ausgelöst wird. Bei der entzündlichen Darmerkrankung erkennt das Immunsystem die Darmzellen, an die sich Gluten bindet, als Feind und bekämpft sie. Patienten mit Zöliakie bekommen nach dem Verzehr glutenhaltiger Nahrungsmittel starke Durchfälle und Bauchschmerzen. Bisher beschränkt sich die Therapie hauptsächlich auf eine glutenfreie Ernährung.

Dass der Darm gesund ist, spielt in vielerlei Hinsicht eine wichtige Rolle. Vor allem Menschen, die Gluten schlecht oder gar nicht verdauen können, müssen penibel auf ihre Ernährung achten. CBD kann eine bewusste Lebensweise, zu der auch die richtige Ernährung zählt, unterstützen – und das auf vielfältige Art und Weise.

Wie CBD helfen kann

Cannabidiol trägt zum Gleichgewicht des Endocannabinoid-Systems in unserem Körper bei. Das Regulierungssystem spielt unter anderem eine wichtige Rolle bei Stress, Stimmung, Appetit, Fruchtbarkeit und sogar Gewicht. Der menschliche Körper produziert körpereigene Cannabinoide und besitzt dafür den Cannabinoid-Rezeptor 1 und 2.

Während CB1-Rezeptoren hauptsächlich im Gehirn vorkommen, finden sich CB2-Rezeptoren unter anderem im Immunsystem, wo sie Entzündungen und Schmerzen beeinflussen. Durch die entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkung kann CBD die Symptome von Glutenunverträglichkeit lindern. Darüber hinaus regt CBD das Endocannabinoid-System an und kann einen wichtigen Beitrag zur Wiederherstellung der Homöostase leisten.

2003 stellten italienische Wissenschaftler in einer Studie fest, dass Patienten mit Zöliakie eine viel höhere Konzentration von Cannabinoid-Rezeptoren im Darm aufwiesen, als Patienten, die sich seit über einem Jahr glutenfrei ernährt haben. Die Forscher folgerten daraus, dass die Aktivierung dieser Rezeptoren die Symptome lindern könne – und wie könnte man diese Rezeptoren besser ansprechen als mithilfe von CBD?

Die These wird auch davon gestützt, weil CBD das Enzym Fettsäureamidhydrolase (FAHH) zu hemmen scheint. Durch die Hemmung wird die entzündungshemmende Wirkung im Darm gefördert.

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CBD zur Regulierung des Blutdrucks

Cannabis hat mittlerweile viel von seinem schlechten Ruf als Drogenpflanze verloren. Und nicht nur zum Genusskonsum erfreut sich die Pflanze großer Beliebtheit. In den letzten Jahren stand der medizinische Einsatz von Cannabinoiden, insbesondere von ∆9-Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD) im Mittelpunkt vieler wissenschaftlicher Untersuchungen. Diese Forschung könnte nun Patienten mit Bluthochdruck zugute kommen.

Bluthochdruck kann lebensbedrohlich werden

Nach den aktuellen Zahlen der American Heart Association leiden 34 Prozent der Erwachsenen und 11 Prozent der Kinder an Bluthochdruck. Sie sind also medizinisch ausgedrückt hypertensiv. Der Bluthochdruck gehört weltweit zu den Hauptursachen für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Somit ist er auch eine der häufigsten Todesursachen. Der klassische Bluthochdruck wird arterielle Hypertonie genannt. Er stellt ein durchaus gefährliches Krankheitsbild dar, bei dem der Blutdruck des arteriellen Gefäßsystems chronisch erhöht ist. Zur Behandlung bevorzugt die klassische Schulmedizin eine medikamentöse Therapie, die leider sehr häufig keine wirkliche Besserung erreicht. Außerdem treten auch unerwünschte Nebenwirkungen auf. Die Blutdrucksenker können Schwindel, Benommenheit, Schwächegefühle, Schwellung von Schleimhäuten und anderen Körperteilen, Reizhusten und der gleichen mehr verursachen. CBD könnte zu den ACE-Hemmern und anderen Pharmaka eine schonendere Alternative darstellen.

CBD als alternativer Blutdrucksenker

Cannabidiol (CBD) hat nachweislich entzündungshemmende, anxiolytische, antiemetische, antioxidative und antipsychotische Eigenschaften (->). Neuere Forschungen zeigen vielversprechende Ergebnisse, die nahe legen, dass CBD eine Alternative zu herkömmlichen Blutdrucksenkern sein kann. Eine kürzlich an neun gesunden Männern durchgeführte Studie sollte die unmittelbare Wirkung einer Einzeldosis CBD auf den Blutdruck untersuchen. Dabei stellte sich heraus, dass bereits die einmalige Einnahme den Druck in den Arterien senkt, sowohl im Ruhezustand, als auch unter Belastung. CBD wirkt auf die Blutgefäße und die regulatorischen Hirnzentren, um den Bluthochdruck zu reduzieren, davon gehen die Wissenschaftler nun aus. Aber in Ermangelung an verfügbaren, belastbaren Studienergebnissen ist über diese mögliche antihypertensive Wirkung noch nicht viel bekannt. Präklinische Studien an Ratten haben ergeben, dass im Gehirn ein bestimmter Zelltyp namens Mikroglia bei Bluthochdruck aktiviert wird und verschiedene Moleküle produziert, die zu lokalen Entzündungen beitragen. CBD verhindert nachweislich die Aktivierung von Mikroglia und reduziert die Entzündungen. Eine solche Reduktion der Mikroglia-Aktivierung durch CBD kann nicht nur zu einer Neuroprotektion führen, sondern auch zu einer Senkung des Blutdrucks. Aber die Senkung des Blutdrucks durch CBD findet nicht nur im Gehirn, sondern auch in den Gefäßen selbst statt. Die Funktion der innersten Zellschicht, Endothel genannt, wird durch die entzündungshemmende und antioxidativen Eigenschaften von CBD verbessert. Also wird der Blutdruck in Folge der Erweiterung der Gefäße reduziert.

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Naturheilkunde und Komplementärmedizin: Begriffsbestimmung

Die Naturheilkunde und die sogenannten komplementär- oder alternativmedizinischen Verfahren sind in der Bevölkerung sehr beliebt und weit verbreitet: Eine repräsentative Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach aus dem Jahr 2010 hat gezeigt, dass mehr als 72 Prozent der über 16-jährigen Deutschen schon einmal zu einem Naturheilmittel gegriffen haben. 45 Prozent der Anwender komplementärer Mittel und Verfahren sind von deren Wirksamkeit überzeugt.

Trotz dieser weiten Verbreitung der komplementärmedizinischen Therapien fällt es oft nicht leicht, die Begrifflichkeiten der Naturheilkunde richtig einzuordnen. Das führt nicht selten zu Verwirrung und falschen Aussagen. Begriffe wie Alternativmedizin werden z. B. mit Naturheilkunde gleichgesetzt, Homöopathie und Pflanzenheilkunde als Verfahren in einen Topf geworfen, oder die Bezeichnungen Heilpraktiker und Homöopath kommen synonym zum Einsatz.

Das ist auch kein Wunder, denn es gibt in der Komplementärmedizin eine Vielzahl an Methoden und Medizinsystemen, die sich nur schwer abgrenzen lassen. Auch Wissenschaftler ringen zum Teil noch um eine klare Zuordnung.

Alternativmedizin oder Komplementärmedizin – wo ist der Unterschied?

Heutzutage fassen Experten unter dem Begriff Alternativmedizin die Verfahren zusammen, die sich als Alternative (und nicht Ergänzung) zur Schulmedizin verstehen. Das ist aber selten im Interesse der Patienten, die im Regelfall (vor allem bei ernsten Krankheiten) nicht auf eine schulmedizinische Behandlung verzichten wollen und sollten.

Der Terminus Komplementärmedizin ist heute verbreiteter und im Grunde auch treffender. Er umfasst alle Methoden, die ergänzend zur konventionellen Medizin eingesetzt werden. Das schließt fast 300 unterschiedliche Verfahren ein, darunter auch ganze Medizinsysteme wie die Traditionelle Chinesische Medizin, die Anthroposophie, das Ayurveda oder die Homöopathie. Häufig werden auch die Verfahren der Naturheilkunde darunter zusammengefasst. Es handelt sich also im Grunde um einen „Sammelbegriff“ für die komplementären und naturheilkundlichen Verfahren.

Naturheilverfahren haben eine lange Tradition

Heilpraktiker verstehen sich stark der Tradition der Naturheilkunde verpflichtet, die seit Anbeginn der Menschheit praktiziert und seit dem Mittelalter schriftlich festgehalten, dadurch verbreitet und uns zugänglich gemacht wurde. Zu den bekanntesten Wegbereitern zählen die Äbtissin Hildegard von Bingen als namhafteste Vertreterin der Klostermedizin und der Arzt Paracelsus, der für eine breit gefächerte heilkundliche Tätigkeit von der Alchemie bis zur Spagyrik steht. Aber auch Vincenz Prießnitzspielt als Begründer der Wasserheilkunde und des sogenannten Prießnitzwickels genauso eine wichtige Rolle wie Johann Schroth als Vertreter des Heilfastens und der Diätetik. Pastor Emanuel Felke hat mit der nach ihm benannten Lehmkur und seiner vielseitigen naturheilkundlichen Tätigkeit (z. B. Irisdiagnose, Pflanzenheilkunde und Homöopathie) großen Einfluss auf die Entwicklung des Heilpraktikerberufes gehabt. Selbstverständlich hinterließ auch Pfarrer Sebastian Kneipp, der für die Erneuerung und Erweiterung der Wasserheilkunde sowie für eine gesunde Lebensweise steht, tiefe Spuren in der Entwicklung der Naturheilkunde. Diese waren – bis auf Paracelsus – allesamt nicht-ärztliche Heiler.

Doch auch Wissenschaftler haben zur Entwicklung von komplementärmedizinischen Verfahren beigetragen oder zu Erklärungsmodellen bezüglich deren Wirksamkeit bzw. zur Entstehung von Krankheiten aus naturheilkundlicher Sicht.

Klassische und Erweiterte Naturheilverfahren

Die Begriffe Naturheilverfahren und Naturheilkunde gehen zurück auf den Arzt Dr. Lorenz Gleich (1798 – 1865). Für ihn beinhaltet die Naturheilkunde die Behandlung mit natürlichen, von der Natur vorgegebenen Mitteln und Methoden. Fachleute unterscheiden die sogenannten „Klassischen Naturheilverfahren“ und die „Erweiterten Naturheilverfahren“.

Zu den klassischen Naturheilverfahren zählen die Verfahren, die auf den „Fünf Säulen“ nach Sebastian Kneipp basieren. Zu ihnen zählen die:

  • Physikalischen Therapien (z. B. Bäder, Güsse, Wassertreten, Wickel, Auflagen, Wärme- oder Kälteanwendungen)
  • Bewegungstherapie (Ausdauer- oder Krafttraining, Physiotherapie)
  • Ernährungstherapie
  • Phytotherapie (Pflanzenheilkunde)
  • Ordnungstherapie (Anleitung zu einem gesundheitsfördernden Lebensstil)
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Stoffwechselstörungen – Störungen des Fettstoffwechsels (zu hohes Cholesterin), exkl. Lipidosen – Mukoviszidose

Ihr Endocannabinoid-System könnte sich auf Ihren Stoffwechsel auswirken

Die Forschungsgruppe von Dr. George Kunos des National Institutes of Health/Abteilung für Neuroendokrinologie stellte einige ihrer Forschungsergebnisse zu einem antagonistisch wirkenden Dual-Target-Cannabinoid-Rezeptor 1 (CB1r) vor, der auch andere Rezeptoren für Leberfibrosen und Entzündungen beeinflusst. Eine Leberfunktionsstörung resultiert häufig aus dem Zusammenspiel von alkoholbedingten Lebererkrankungen, Virusinfektionen und Typ-2-Diabetes/Übergewicht/Fettleber (metabolisches Syndrom). Die Forschungsgruppe stellte eine ganze Reihe von Stoffen in synthetischer Form her, die funktionelle Vorteile in Bezug auf die Fettreduzierung, einen verbesserten Blutzuckerstoffwechsel und Fettleber bringen, wobei weitaus weniger Substanzen in das Gehirngewebe eindringen. Diese Stoffe hemmen die Wirkung von CB1-Rezeptoren in den Peripheriebereichen (Leber, Fett, Muskeln) und verhindern gleichzeitig Nebenwirkungen im Gehirn/Verhalten. Obwohl sie sich noch in einer frühen Entwicklungsphase befinden, geben diese Stoffe Grund zur Hoffnung und eröffnen die Möglichkeit, dass natürlich vorkommende Stoffe das Endocannabinoidsystem zur Bekämpfung von Übergewicht, des metabolischen Syndroms, einer Kohlenhydratintolerenz und zur Reduzierung von Bauchfett und viszeralem Fettgewebe beeinflussen können. In anderen Worten: Wir können möglicherweise einen Teil des unermüdlichen Stoffwechsels unserer Jugend wieder zurückgewinnen, der es uns möglich machte, uns nicht so viel Gedanken ums Essen zu machen und dabei trotzdem in Form zu bleiben.

Wie wirken sich verschiedene Cannabiswirkstoffe auf unterschiedliche CB1 Rezeptoren aus?

D. Lu, HI Ali et al. von Texas A&M und UConn erläuterten eine neue Methode zur Untersuchung und Bezeichnung von Wirkstoffen in Cannabis (und darüber hinaus), die sich anders auf den CB1-Rezeptor auswirken als THC. THC ist als orthosterischer Agonist oder Ligand von CB1 bekannt, was bedeutet, dass THC der „Schlüssel“ ist, der direkt an den CB1-Rezeptor (das „Schloss“) bindet. Allosterische Liganden hingegen sind Stoffe, die an einer alternativen Stelle an den Rezeptor binden können, um die Intensität, Dauer oder Art der nachgeschalteten Signalkaskade dieses Rezeptors zu beeinflussen. Dies bedeutet also, dass die Verwendung von allosterischen Bindungsstellen bei Rezeptoren gegenüber orthosterischen Bindungsstellen (herkömmliche Andockstellen) differenziertere Reaktionen ermöglichen, die einige Effekte (z. B. eine entzündungshemmende Wirkung, einen Schmerzlinderungseffekt) ermöglichen, während gleichzeitig jedoch unerwünschten Nebenwirkungen (z. B. Psychoaktivität, Angstzustände, Verfolgungswahn) auftreten können.

CBD kann antipsychotische Eigenschaften aufweisen

Schizophrenie ist eine psychische Erkrankung, die sich durch Wahnvorstellungen, Halluzinationen, Verwirrtheit und formale Denkstörungen auszeichnet. Die allgemein übliche medikamentöse Behandlung von Schizophrenie erfolgt in Form von Medikamenten, die auf Dopaminrezeptoren abzielen. Während THC als Cannabinoid gerade in hohen Dosen für einige Nebenwirkungen verantwortlich ist, wie Angstzustände, paranoide Symptome und Halluzinationen, hat CBD in diesen Bereichen ein erfolgsversprechendes Potenzial gezeigt. J. Renard, J. Loureiro et al. von der University of Western Ontario präsentierten in diesem Zusammenhang Untersuchungsergebnisse, die die antipsychotischen Eigenschaften von CBD noch weiter unterstützen, einschließlich einiger der grundlegenden molekularen Signalmechanismen in bestimmten Bereichen des Gehirns.

CBD könnte sich auch für verschiedene neurodegenerative Erkrankungen eignen

C.E. Herron et al. vom University College of Dublin, Irland, hat CBD als nicht psychotropen Bestandteil von Cannabis als potenzielles Therapeutikum für eine Reihe von neurodegenerativen Erkrankungen, darunter Alzheimer-Demenz, untersucht. CBD hat entzündungshemmende und neuroprotektive Effekte auf toxische Beta-Amyloid-Plaques und Gehirnzellen, in denen sich Proteinbündel aus dem so genannten Tauprotein gebildet haben. Mit diesen neuen Daten wurde an Tiermodellen gezeigt, dass mit einer Vorbehandlung mit CBD die Defizite bei der Langzeitpotenzierung (LTP) geschützt und wiederhergestellt werden konnten, die für die Gedächtnisfunktion im Hippocampus des Gehirns unerlässlich ist. Diese positiven Effekte wurden trotz unveränderter Oligomerisierung der Tau- bzw. Beta-Amyloid-Proteine beobachtet.

CBG kann Muskelschwund bei verschiedenen Krankheiten vorbeugen

D.I. Brierley et al. von der University of Reading, Berkshire, Großbritannien, stellte interessante Daten darüber bereit, wie CBG (Cannabigerol) den Muskelschwund des für Krebs typischen Anorexie-Kachexie-Syndroms abschwächen können, der bei 80 % der Patienten mit fortgeschrittenem Krebsstadium auftritt. Diese Komorbidität mindert nicht nur die Lebensqualität und den Behandlungserfolg, sondern führt auch zu einer höheren Sterberate. Es gibt mittlerweile genug Beweise, die zeigen, dass sowohl Krebs als auch Chemotherapien aufgrund der von den Chemotherapien selbst hervorgerufenen systemischen Entzündungen, Stoffwechselstörungen und zytotoxischen Effekte progressiven Muskelschwund hervorrufen. Diese neuen Daten belegen, dass sich bei einer oralen Verabreichung von CBG bei Ratten, die eine Chemotherapie mit Cisplatin erhielten, nicht nur das Fressverhalten verbesserte, sondern auch der Gewichtsverlust und Muskelschwund, die mit der Gabe von Cisplatin einhergingen, teilweise rückgängig gemacht werden konnten. Die so wichtigen Muskelfasertypen IIa und IIx (die am effektivsten bei Belastungen sind und eine hohe Kraftkapazität, großes Wachstumspotenzial und einen hohen Ermüdungswiderstand haben) schienen in der Behandlungsgruppe mit CBG vom Muskelschwund verschont zu werden. Es sind noch weitere Untersuchen notwendig, um den diesem schützenden Effekt zugrunde liegenden Mechanismen weiter auf den Grund zu gehen. Das Ganze könnte sich auf die Wege auswirken, die die Synthese/den Anabolismus von Muskelproteinen oder den Abbau/Katabolismus von Muskelproteinen steuern… oder beides!

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Endokrine, Ernährungs- und Stoffwechselkrankheiten Krankheiten der Schilddrüse / Krankheiten sonstiger endokriner Drüsen

Neugeborenen-Hypothyreose (Kretinismus)

Schilddrüsen-Erkrankungen, exkl. Struma und Thyreotoxikose

Bei einer Schilddrüsen-Erkrankungen, exkl. Struma und Thyreotoxikose

kann CBD die Stoffwechselerkrankung und Funktionen wieder herstellen.

Bei der Therapie der primären Hypothyreose kommt in der Regel eine Hormonsubstitution mittels einnehmbaren Medikamenten zur Anwendung. Bekannt sind vor allem L-Thyroxin und das jodhaltige Thyronajod, die beide als Wirkstoff Levothyroxin (T4) enthalten. Manchmal wird auch ein Kombiwirkstoff aus Levothyroxin (T4) und Liothyronin (T3) unter dem Namen Novothyral verordnet. Dies ist vor allem dann sinnvoll, wenn eine Umwandlungsstörung von T4 in das deutlich aktivere T3 vorliegt.

Auch eine symptomatische Therapie der unter Umständen bestehenden Fettstoffwechselstörung ist vom Arzt abzuwägen und bei Bedarf einzuleiten. Nur so können kardiale Risikofaktoren, bedingt durch die Hypothyreose, minimiert werden.

Bei der sekundären und tertiären Hypothyreose kommt eine Therapie der entsprechenden Ursache zur Anwendung. Dabei wird nach der Ursache, die meist im Gehirn liegt, gesucht und anschließend interdisziplinär mit der zuständigen Facharztrichtung ein Therapiekonzept erstellt.

Alternative Therapie

Oft wenden sich Personen einer alternativen Therapie zu, die bereits gut mit einer schulmedizinischen Therapie, bezogen auf den Hormonstatus, eingestellt sind. Hier fungiert die alternative Therapie dann als ganzheitliche und das Therapiespektrum erweiternde Maßnahme. Ob eine kombinierte Therapie oder nicht, die alternativen Behandlungsmethoden der Hypothyreose sind durchaus vielfältig. Beispielsweise ist die Anwendung von Pura Vida CBD Vollspektrum CBD Öl eine Möglichkeit, gegen die Symptome der Schilddrüsenunterfunktion anzugehen.

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Krebsforscher fordern Verbot des Heilpraktiker-Berufs

Drei Krebspatienten sind bei einer umstrittenen Therapie gestorben. Der Fall löst eine Debatte über die Grenzen des Heilpraktikerberufs aus.

Für den Tod von drei Krebspatienten soll ein Heilpraktiker aus Moers verantwortlich sein:

Der 61-Jährige steht ab dem heutigen Freitag vor dem Landgericht Krefeld. Laut Anklage hatte er den schwerkranken Patienten in seinem „Biologischen Krebszentrum“ in Bracht Ende Juli 2016 eine Infusion mit einem experimentellen Wirkstoff verabreicht.

Ein Fehler beim Abwiegen soll zu einer Überdosis geführt haben. Der Fall sorgt erneut für eine Diskussion über die Ausbildung von Heilpraktikern, die in Deutschland bislang kaum reguliert ist. Experten fordern, den Heilpraktikerberuf „ganz zu verbieten oder zumindest so stark einzuschränken, dass beispielsweise Krebs und Herz-Kreislauf-Krankheiten nicht mehr behandelt werden dürfen“, erklärt Susanne Weg-Remers, Leiterin des Krebsinformationsdienstes des Deutschen Krebsforschungszentrums. „Heilpraktiker bieten in aller Regel Therapieverfahren an, deren Wirksamkeit nicht wissenschaftlich nachgewiesen ist.“

Hinzu komme, dass Heilpraktiker keiner standardisierten Ausbildung unterworfen werden. „Sie müssen nachweisen, dass sie bestimmte medizinische Grundkenntnisse haben und die im Heilpraktikergesetz aufgeführten Grenzen für ihre Tätigkeit kennen. Die Ausgestaltung der Prüfung hängt stark vom Amtsarzt ab, der sie durchführt.“ Meist handelt es sich um einen Multiple-Choice-Test und eine mündliche Prüfung. Darüber hinaus wird kein Ausbildungsnachweis gefordert, es genügt ein Hauptschulabschluss. Auch eine Pflicht zu Fortbildungen gibt es nicht.

„Man kann nicht sicher sein, dass alle Heilpraktiker über ein ausreichendes medizinisches Grundwissen verfügen“, sagt Weg-Remers. „Und ob sie erkennen können, wann sie einen Patienten besser an einen Arzt verweisen.“ Heilpraktiker wehren sich gegen „Rechtfertigungsfalle“ Dass ein ganzer Berufsstand wegen eines „kompletten Einzelfalles“ in die „Rechtfertigungsfalle gerät“, ärgert Ulrich Sümper, Präsident des Bundes Deutscher Heilpraktiker. „Was der Kollege aus Moers gemacht hat, hat mit uns nichts zu tun.“ Heilpraktiker seien natürlich einer ganzen Reihe von Vorschriften und Gesetzen unterworfen.

Es sei klar nicht erlaubt gewesen, den Patienten den Stoff 3-Brompyruvat zuzuführen. Die Substanz sei zwar nicht verboten, aber „alles was ich daraus herstelle, ist sofort anzeigepflichtig. Das ist sicher keine Grauzone.“ Er lässt keinen Zweifel: „Schulmedizin ist in der Krebstherapie der Standard.“ Wenn einzelne Heilpraktiker Krebstherapien als Alternative verkaufen, „geht uns der Hut hoch“, sagt Sümper. Der Verband gehe gegen solche Schwarzen Schafe vor. Tatsächlich geraten jedoch auch populäre Angebote in Konflikt mit der Schulmedizin.

Etwa jede zehnte Anfrage beim Krebsinformationsdienst zielt auf begleitende oder alleinige „alternative“ Therapien.

Über 150 dieser Methoden hat der Krebsinformationsdienst gesammelt, einige stuft er als bedenklich oder sogar als gefährlich ein.

So können Johanniskrautmittel, die gegen Depressionen gegeben werden, oder Sojapräparate, die Wirksamkeit von Chemo- oder Antihormontherapien herabsetzen. Strenge „Krebsdiäten“ wie die Breuß-Kur stuft Weg-Remers als „gefährlich sogar für gesunde Menschen“ ein. Diese Kur propagiert, dass man sich 42 Tage lang nur von bestimmten Säften und Tees ernähren soll. Problempräparate seien auch bittere Aprikosenkerne oder „Vitamin B17“-Präparate, die in zu hohen Dosen zu Blausäurevergiftungen bis hin zum Tode führen können, so Weg-Remers. Patientenvertreter fordern schärfere Regeln „Für Heilpraktiker muss künftig die eindeutige Regel gelten: Verboten ist alles, was nicht ausdrücklich erlaubt ist“, fordert darum Eugen Brysch, Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz mit Sitz in Dortmund. „Es ist überfällig, dass das Heilpraktikerrecht grundlegend reformiert wird. Weiter fehlen bundesweit einheitliche Standards. So können Patienten kaum zwischen einem seriösen Anbieter und einem Scharlatan unterscheiden.“

Es dürfe nicht sein, so Brysch, „dass es in Deutschland weiterhin einfacher ist, Heilpraktiker zu werden als Krankenpfleger.“ Eine „Versachlichung“ der Debatte erwartet der Berufsverband Freie Heilpraktiker von dem Gerichtsprozess in Krefeld. „Angeklagt ist ein Heilpraktiker und nicht im Stile der Sippenhaft der Berufsstand oder die Berufsgrundlage der Heilpraktiker.“

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